Kapelle des Heiligen Johannes von Nepomuk in Kismácsédon
Sakrales kleines Denkmal
Die Darstellung des Heiligen Johannes Nepomuk in Kismácséd befindet sich in einer kleinen, quadratischen Backsteinkapelle mitten im Dorf, neben dem Gemeindegebäude. Das Gebäude hat ein Satteldach, und an der Fassade ist ein Doppelkreuz zu sehen. Die Statue ist durch eine eiserne Gittertür geschützt. Im Inneren befindet sich die Statue des Heiligen Johannes Nepomuk. An den Seitenwänden hängen zwei Bilder neben dem Heiligen: rechts die Jungfrau Maria, links Christus mit der Dornenkrone. Aus der Dorfgeschichte ist bekannt, dass einst der Fluss Dudvág durch das Gebiet des heutigen St.-Margareten-Platzes floss; die Lage der Kapelle ist also kein Zufall. Das heutige Flussbett der Dudvág wurde 1905 angelegt. Angesichts der Lage der Statue des Heiligen Johannes Nepomuk schließe ich, dass die Aufstellung der Statue in einem Backsteingebäude aus der späteren Zeit, dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert, stammt, während die Statue des Heiligen selbst bis in die 1750er- bis 1770er-Jahre zurückverfolgt werden kann. Die damalige Präsenz der Statue am linken Ufer der Dudvág lässt darauf schließen, dass der Heilige als Schutzpatron der Leibeigenen und Untertanen jener Zeit diente. Das rechte Ufer der Dudvág war von Bauern und Landwirten bewohnt. Die Darstellung des Heiligen Johannes Nepomuk gewann insbesondere während der verheerenden Pestepidemien einige Jahre zuvor an Bedeutung, da viele Schwerkranke am Sarg des Prager Märtyrers Heilung fanden.