Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Gebäude, Struktur

Die erste katholische Kirche wurde im 11. Jahrhundert auf dem Hauptplatz der Stadt errichtet. Damals war die Bevölkerung katholisch, doch nach der Reformation Luthers und Calvins veränderte sich auch in Rimaszombat das katholische Leben. 1524 heiratete der örtliche katholische Priester Em. Bebek, ein hohes Kirchenamt, und bekannte sich gemeinsam mit der gesamten Gemeinde zu Luthers Lehren. 1594 stellten die Anhänger Johannes Calvins die Mehrheit. Die Gläubigen besuchten die Gottesdienste in der Marienkapelle neben dem Eingang zum alten Friedhof. Die Kirche auf dem Platz war ursprünglich katholisch, wurde aber nach der Reformation von Calvinisten genutzt. Eine endgültige Änderung erfolgte erst unter der Herrschaft Maria Theresias. Der königliche Hof entschied am 9. April 1771 zugunsten der Katholiken. Nach dem Prozess wurde der Missionar György Karaba der erste katholische Pfarrer. Die ursprüngliche Kirche war einsturzgefährdet und wurde daher 1775 abgerissen. Königin Maria Theresia ließ eine neue Kirche errichten, die noch heute steht. Die lateinische Inschrift über dem Kircheneingang bezeugt dies: „REX / AUGUSTA / MARIA THERESIA / DEO ET CATHOLICIS / POSUIT“ (Majestätische Königin Maria Theresia, erbaut für Gott und die Katholiken). Die Kirche wurde am 30. September 1792 von Antal Andrássy II., Bischof von Rožňov, geweiht. Sie wurde im spätbarocken Stil erbaut. Das in reich verzierten Marmor eingelassene Bild auf dem Hauptaltar ist ein Werk des Wiener Lehrers und Hofmalers Fischer. Es zeigt die Enthauptung Johannes des Täufers. Königin Maria Theresia selbst stand für die Herodias Modell. Rechts davor befindet sich der Seitenaltar des Heiligen Johannes Nepomuk von einem unbekannten Maler. Links steht der Seitenaltar der Heiligen Teresa von Ávila. Das Gemälde stammt von dem Künstler József Zannussi aus Nagyszombat aus dem Jahr 1781. Rechts hinten befindet sich der Seitenaltar des Apostels Andreas, gemalt von József Zauzig aus Levoca im Jahr 1834. Der Altar der Heiligen Anna links wurde 1913 von Lassgaftner gemalt. Über dem Hauptaltar links befindet sich ein Wandgemälde, das den Tod des ungarischen Königs Stephan darstellt. Das Gemälde rechts über dem Hauptaltar zeigt König Ladislaus von Ungarn, wie er, wie Moses in der Wüste, Wasser aus dem Felsen für sein Gefolge schöpft. Beide Gemälde stammen von Gusztáv Obendorf, einem Gymnasiallehrer aus Rimaszombat, aus dem Jahr 1942. Die Kirche wurde 1878 renoviert. Das heutige Gewölbegemälde wurde von dem Künstler Gyula Ádám aus Rozsny geschaffen. Der Kirchturm beherbergte ursprünglich drei Glocken, die bei ihrer Weihe die Namen Heilige Dreifaltigkeit, St. Georg und St. Josef trugen. Die Glocken wurden 1779 gegossen, wie die Inschrift über dem Tor belegt. Weitere Details finden sich im Gömör-Museum in Rimaszombat. Dort ist ein Gemälde der ursprünglichen gotischen Kirchenfassade sowie eine Darstellung der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Calvinisten vom 25. Juni 1769 zu sehen.

Inschrift/Symbol:

REX / AUGUSTA / MARIA THERESIA / DEO ET CATHOLICIS / POSUIT (Majestätische Königin Maria Theresia, erbaut für Gott und die Katholiken)

Inventarnummer:

1784

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Rimaszombat   (a város főterén található)