Statue von Johann Nepomuk Hummel
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die Errichtung der Statue des berühmten, in Bratislava geborenen Komponisten Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) wurde 1878 von der Freimaurerloge „Zur Verschwiegenheit“ der Stadt anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Komponisten initiiert. J. N. Hummel selbst war Freimaurer und Mitglied der Weimarer Loge „Amália“. Die organisatorischen Aufgaben rund um die Errichtung der Statue übernahm János Batka, Mitglied der Loge „Zur Verschwiegenheit“ und Archivar der Stadt Bratislava. Die Bauarbeiten wurden von Viktor Tilgner, einem gebürtigen Bratislavaer, ausgeführt. Die Loge finanzierte einen Teil der Kosten aus eigenen Mitteln und unterhielt zudem einen separaten Fonds für die Errichtung der Statue. 1883 wurde eine Kunstausstellung zugunsten des Hummel-Denkmalsfonds organisiert; die Unterstützung kam aber auch von renommierten europäischen Künstlern. Anton Rubinstein, Hans von Bülow, Géza Zichy und der weltberühmte Franz Liszt gaben ebenfalls Konzerte in Bratislava zur Unterstützung der Hummel-Statue. Die Statue wurde im Herbst 1887 eingeweiht, konnte aber nicht lange an ihrem ursprünglichen Standort, dem Kossuth-Lajos-Platz, bleiben. Im Frühjahr 1911 musste sie der Petőfi-Statue weichen und wurde daher auf die „Kleine Promenade“, den Park vor der Notre-Dame-Kirche neben dem Vigadó (Redut), versetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Hummel-Denkmal aufgrund der Aufstellung der Siegesstatue (für den Sieg der Roten Armee) vor den Nestorpalast und später in den Garten des Grassalkowitsch-Palastes verlegt, wo es mehrmals beschädigt wurde. Schließlich wurde es Ende der 1990er-Jahre abgebaut und erst 2005 vor dem Nestorpalast, in dem sich heute die deutsche Botschaft befindet, wieder aufgestellt.