John Alexander
Sonstige - andere
* 25. Oktober 1929, Kolon, † 25. Mai 2012, Kolon / Ehrenamtlicher Ethnograf und Lokalhistoriker; In den 1940er Jahren besuchte er das ungarische Gymnasium in Bratislava, seine Ausbildung wurde jedoch durch den Krieg unterbrochen. Später war er Landwirt, Arbeiter, Vorsitzender des lokalen Volkskomitees von Kolon (1954–1957), stellvertretender Buchhalter der örtlichen Landwirtschaftsgenossenschaft (1958–1960), Ladenbesitzer (1960–1977) und anschließend Sekretär des Bezirkskomitees Nitra der Csemadok (1977–1990). Er widmete sich der Sammlung von Volkstraditionen und der Lokalgeschichte seines Heimatdorfes und der Region Zoboralja. Er setzte sich zeitlebens für die kulturelle Reputation von Kolon und der ungarischen Bevölkerung von Zoboralja ein. Jahrelang bekleidete er das Amt des Sekretärs des Csemadok-Verbandes im Bezirk Nitra, und so ist es ihm zum Teil zu verdanken, dass in den ungarisch geprägten Dörfern des Bezirks bis heute ein reges kulturelles Leben herrscht. In Kolonban gründete er den örtlichen Csemadok-Verband, wirkte an der Aufführung des berühmten Koloni lagz mit und war Gründungsmitglied des Zobor Hangja Vegyeskar. Zahlreiche Theateraufführungen sind mit seinem Namen verbunden, an denen er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur mitwirkte. Auch die Gründung des Dorfmuseums ist ihm zu verdanken, denn er scheute keine Mühe, alte, ausstellungsfähige Gegenstände zu sammeln und in den renovierten Museumsräumen unterzubringen. János' Wort erwies sich auch bei der Entstehung der ursprünglichen Freilichtbühne und deren späterer Umgestaltung als entscheidend. Er gehörte zur Redaktion von Koloni Visszhang, als unsere Dorfzeitung ihr nunmehr zehnjähriges Bestehen feierte. Aus diesem Grund wurde János Sándor 1998 von der Gemeinde Kolon für sein herausragendes kulturelles und humanitäres Engagement zum Ehrenbürger ernannt. Er verfolgte in seiner Arbeit nie seine eigenen Interessen, sondern stellte stets das Gemeinwohl in den Mittelpunkt. Werke: Kolon. Ein Dorf in Zoboralján (1996, 2004); Dorfstreiche aus Zoboralján (2006).