Janos Pettko
Sonstige - andere
* Drétoma, 11. November 1812 – † Bratislava, 20. Oktober 1890 / Geologe, kaiserlicher und königlicher Bergberater, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; Sein Vater, Dániel Pettkó, war Gutsbesitzer und Komitatrichter. Er besuchte das lutherische Gymnasium in Győr und Bratislava. Da sein Vater ihn zum Priestertum vorgesehen hatte, studierte er zwei Jahre lang Theologie, ging dann aber beim Vizekönig des Komitats Trenčín in die Lehre und erlernte nebenbei Ungarisch, Deutsch und Französisch sowie Rechtskenntnisse. Er legte sein Juraexamen in Prešov ab. Mit 24 Jahren begann er ein Studium an der Berg- und Forstakademie in Selmecbánya und erlernte neben seinen Kenntnissen im Bergbau und in der Geologie auch die englische Sprache. Er absolvierte eine Lehre in der Hütte in Körmöcbánya und besuchte anschließend in Wien Mineralogievorlesungen bei Wilhelm Haidinger. Er unternahm außerdem eine mehrmonatige Studienreise nach Sachsen und in den Harz und wurde anschließend Assistenzprofessor am Lehrstuhl für Mineralogie und Geologie in Selmecbánya. Neben seiner Lehrtätigkeit erstellte er die geologische Karte von Selmecbánya und Umgebung sowie die geohistorische Altersbestimmung der dortigen Gesteinsschichten. 1848 befand er sich in Videfalva im Haus von Ágoston Kubinyi, als dort die Gründung der Ungarischen Geologischen Gesellschaft beschlossen wurde. 1852 führte er im Auftrag der Gesellschaft eine geologische Untersuchung am linken Ufer der Morva durch, über die die Gesellschaft im ersten Band ihrer Werke, der 1856 erschien, berichtete. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1861 zum korrespondierenden Mitglied. Nach seiner Pensionierung verschlechterte sich ab den 1860er Jahren sein Sehvermögen, und er konnte seine Lehrtätigkeit zunehmend weniger ausüben. 1871 zog er zur Familie seiner Tochter und lebte in Bazin und dann in Bratislava. János Pettkó gilt als Begründer der ungarischen Geologie und er initiierte so herausragende Geologen wie József Szabó, Miksa Hantken, Vilmos Zsigmondy, János Böckh, Elek Pávai-Vajna, Benő Winkler, Sándor Gesell und den in Beckó geborenen Dionýz Štúr (1827–1893). Er veröffentlichte zahlreiche kartografische, meteorologische, geologische und paläontologische Studien in deutscher und ungarischer Sprache in den damaligen Fachzeitschriften. ; ; Seine Hauptwerke: ; Geologische Karte der Gegend von Schemnitz, 1853; A geológiai jégkorszakról (Sammlung akademischer Lehrstühle), 1863; Die jüngste Kontroverse über die Theorie der Eiszeit, 1865.