Janos Fridvaldszky
Sonstige - andere
* Bratislava, 13. Dezember 1730 – † Szepesváralja, 3. Mai 1784 / Historiker, Naturforscher, Domherr von Szepes; Sein Vater, János Frivaldszky der Ältere, war Verwalter des Bratislavaer Guts und Palastes von Fürstprimas Imre Esterházy und später Senator der Stadt. János war das älteste seiner fünf Kinder und trat 1746 dem Jesuitenorden bei. Er studierte 1748–1749 Philologie in Szakolca, 1750–1751 Geisteswissenschaften in Wien und von 1753 bis 1755 Naturwissenschaften und Mathematik. Von 1757 bis 1761 studierte er Theologie in Wien und Nagyszombat. Von 1755 bis zur Auflösung des Jesuitenordens (1773) war er als Lehrer in verschiedenen ungarischen Städten tätig (Buda, Nagyszombat, Bazin, Károlyváros). 1764 wurde er als Mathematiklehrer an die renommierte Akademie in Kolozsvár versetzt. Er wirkte zudem als orthodoxer Religionslehrer, Ordenschronist und Bibliothekar einer Bibliothek mit über 10.000 Bänden. Ab den 1760er Jahren verwendete er nicht mehr den Namen Frivaldszky, sondern Fridvaldszky. Neben seiner Lehrtätigkeit unternahm er regelmäßig mineralogische Forschungen in Siebenbürgen. Die umfassende Synthese seiner Sammelreisen, seiner Literatur und seiner Archivforschung bildet die erste ungarische mineralogische Monografie. Auf Seite 87 beschreibt er das von ihm entdeckte Mineral, das später als Nagyágit bezeichnet wurde. Maria Theresia verlieh ihm 100 Goldstücke und ernannte ihn zum Abt. Er war an dendrologischen Studien beteiligt. Auch auf dem Gebiet der Modernisierung der Papierproduktion erzielte er bemerkenswerte Erfolge. ; ; Seine Hauptwerke: ; Dissertatio de natura ferri, et ferraris r. Hungariae, ac Transilvaniae, 1766; Mineralogia magni principatus Transilvaniae seu metalla, semi-metalla, sulphura, salia, lapides et aquae conscipta, 1767; Dissertatio de Skumpia seu Cotino planta coriaria, cum diversis experimentis in M. Principatu Transilvaniae institutis, 1773. Auf Ungarisch: Értekéz a scumpiaár a a Cotenus Coriaria növényól négypte székely székelyben variétés ékperimentés és évényében észékely (übersetzt von Ottokár Székely, ergänzt und herausgegeben von János Domokos, 1944).