Jacob Buchholtz
Sonstige - andere
* Késmárk, 29. Dezember 1696 – † Késmárk, 14. Mai 1758 / Kürschner, Naturforscher, Mineralien- und Gesteinssammler; jüngerer Bruder von György Buchholtz. Er begann seine Schulbildung in Késmárk und ging 1711 nach Bártfára, wo er das Kürschnerhandwerk und die Nadelmacherei erlernte. 1718 vertiefte er seine Kenntnisse in Elbing, wo er mehrere Gelehrte kennenlernte, die sein Interesse an den Naturwissenschaften weckten. Wenn es seine Arbeit erlaubte, kehrte er in seine Heimatstadt zurück und begleitete seinen Bruder und dessen Schüler oft auf ihren Exkursionen in die Tatra. Während dieser Wanderungen sammelte er Hunderte von Mineralien und Gesteinen und sandte 1746 die gesamte Sammlung nach Wien an den Kaiserhof. Sein nicht offengelegtes Ziel war es, die Aufmerksamkeit auf die mineralischen Schätze seiner Heimat zu lenken. Franz I., der Gemahl Maria Theresias, beauftragte mehrere Gelehrte mit einer Reise nach Keszthely, um sie umfassend zu informieren. Jakab Buchholtz begleitete sie dreimal in verschiedene Orte der Zips und zeigte ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Sie gelangten bis in die Niedere Tatra und besuchten sogar Breznobánya. 1751 verfasste er eine Zusammenfassung seiner Reise unter dem Titel „Reise auf die Karpatischen Gebirge und in die angränzenden Geschpanschaften“, die 1787 in der Ungarischen Zeitschrift veröffentlicht wurde. Später, 1752, reiste er selbst nach Wien und sprach anderthalb Stunden mit dem Kaiser. 1754 wurde er nach Siebenbürgen entsandt, um dort nach bisher unentdeckten Schätzen zu suchen. Auch darüber sandte er einen schriftlichen Bericht nach Wien. Er führte die Familienchronik seines Vaters, György Buchholtz sen., zwischen 1710 und 1753 fort und verfasste darin auch die Geschichte der Familie Augustini ab Hortis. Dieses Werk wurde erst 1904 als Ergänzung zum Manuskript seines Vaters unter dem Titel „Auszug aus dem Tagebuch des Jacob Buchholtz, Sohn des Georg Buchholtz, des Aeltern“ veröffentlicht. 1752 verfasste er eine Beschreibung des Tatra-Gebirges mit dem Titel „Beschreibung des wundervollen Karpathischen Schnee-Gebirges“, die 1783 in Bratislava erstmals veröffentlicht wurde. Sein Sohn, György János Buchholtz (Késmárk, 10. Mai 1724 – ?), begleitete ihn oft auf seinen Tatra-Exkursionen und reiste 1752 sogar mit ihm nach Wien. Im Januar 1753 übergab er auf Wunsch seines Vaters dem Kaiser Jakab Buchholtz dessen Forschungstagebuch „Theatrum Naturae curiosorum regni Hungariae“, das jedoch verschollen ist.