Stephen Batta
Sonstige - andere
* Feled, 27. August 1924 – † Rožňava, 28. Juli 2011 / Bergbauingenieur, Museumsfachmann, Lokalhistoriker; Er absolvierte seine Grundschulbildung in seinem Heimatdorf und schloss 1943 das Gymnasium in Rimaszombat ab. Anschließend schrieb er sich an der juristischen Fakultät der Universität Debrecen ein, musste sein Studium jedoch 1945 kriegsbedingt unterbrechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er Gelegenheitsjobs in der Tschechischen Republik (Teplice, Ostrava) an und erhielt schließlich die Erlaubnis, an der Bergbaufachschule Ostrava zu studieren. Er schloss sein Studium 1953 ab und arbeitete die folgenden 30 Jahre als Ingenieur und Betriebsleiter in verschiedenen slowakischen Bergwerken (Dernő, Rožňava, Dobsina, Alsósajó). Mit seinen zahlreichen Vorschlägen und Ideen trug er zur Lösung und Vermeidung schwerwiegender technischer Probleme bei. Auf seine Initiative hin begann man, die Konzentration des radioaktiven Radons in öffentlich zugänglichen Bergwerksschächten und Höhlen zu messen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmete er sich mit Begeisterung der Erforschung der Bergbaugeschichte Gömors, sodass es nicht verwunderlich war, dass er nach seiner Pensionierung eine Stelle im Bergbaumuseum Rozsnyó annahm. Seine 1982 verfasste Studie „Die Bergbaugeschichte von Rozsnyó und Umgebung von den Anfängen bis 1945“ ist zwar noch nicht als Manuskript erhalten, doch veröffentlichte er Details dazu in zahlreichen Fachzeitschriften und Museumspublikationen. Zu seinen größten Verdiensten zählt die Rettung des Gemäldes „Hl. Anna mit dem dritten Kern“ (bekannt als „Metercia“), das im Depot der Kapitelkapelle verstaubte. Das Tafelbild ist nur mit dem Monogramm L. A. des Schöpfers überliefert. Hinter den Hauptfiguren lassen sich bestimmte Phasen des damaligen Bergbaus und der Metallurgie (vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts) erkennen. István Batta wies als Erster nach, dass der Künstler in dem Gemälde keine idealisierte Landschaft, sondern die Umgebung von Rozsnyó darstellte. Jahrelang verweigerte die Tschechoslowakei sowohl die Restaurierung des Gemäldes (aufgrund seines religiösen Themas) als auch die Übersetzung und Veröffentlichung seiner nach jahrelanger Forschung verfassten Studie ins Slowakische. So erschien 1987 der ungarische Text in Miskolc, und 1988 veröffentlichte die sechste Ausgabe von „Bányászati és Kohászati Lapok“ den Text von István Battas Vortrag über das Tafelbild, den er auf einer Konferenz gehalten hatte. Nach dem Regimewechsel 1989 wurde das Gemälde restauriert, und eine Kopie (von der Malerin und Restauratorin Anna Svetková) ist heute im Bergbaumuseum von Rožňov ausgestellt. István Battas technisch-historische Erkenntnis über die Tafelmalerei ist, dass im 16. Jahrhundert in der Gegend von Rožňov vor allem Silber und Kupfer, nicht aber Eisenerz, abgebaut und verarbeitet wurden.