Im Krankenhaus von Kufstein
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Dezső Bartos aus Felsőszel wurde am 17. Juni 1916 bei San Martino verwundet. Der Zug hatte die Aufgabe, zwischen den beiden Linien – also zwischen den österreichisch-ungarischen und den italienischen Stellungen – eine vorgeschobene Maschinengewehrstellung zu errichten. Die Italiener bemerkten jedoch ihre Bemühungen und eröffneten das Feuer. Im Verlauf des Gefechts wurden sieben Soldaten verwundet, darunter auch Dezső Bartos. Er wurde in die Lunge getroffen! Ein Junge aus Szent namens Viatórisz zog ihn vom Hügel herunter. Sanitäter versorgten die Verwundeten sofort und brachten sie anschließend in ein Krankenhaus in Kufstein in Tirol. Die Verwundeten wurden in Baracken am Stadtrand untergebracht. Die Ärzte hatten Mühe, die vielen Patienten zu versorgen. Auch Dezső Bartos wurde nur wenige Tage später operiert. Er brauchte einen Monat, um sich zu erholen. Die Kugel behielt er als Andenken und trug sie lange Zeit bei sich. Er verlor sie jedoch an einem Wintertag und sie wurde im tiefen Schnee nie gefunden. Am 13. August 1916 schickte er ein Foto nach Hause, das ihn neben einem riesigen Bosnier mit der Medaille zeigte.