Statue des Honvéd in Selmecbánya
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Das Werk von András Tóth, einem Bildhauer aus Debrecen und Vater des Dichters Árpád Tóth, wurde 1899 errichtet. Heute steht an der Stelle der ehemaligen Militärstatue „Selmecbánya“ in der Kammerhofstraße, neben der Kachelman-Pension und nahe dem Eingang zum Glanzenberg-Altar, ein sowjetisches Heldendenkmal. Die Militärstatue wurde mehrmals getroffen, blieb aber glücklicherweise erhalten, obwohl sie 1919 abgebaut wurde. Lange Zeit stand sie in einer Ecke des Schlosshofs, wo die Bergleute die Einschussstellen ausbesserten. 2002 wurde sie feierlich im Schlosshof wieder aufgestellt, was ihr einen gewissen Schutz vor Vandalismus bietet. Endre Ady beschreibt den Künstler und sein Werk in seinem Artikel „In einem Atelier in Debrecen“: „Das neueste Werk eines talentierten, fleißigen und unterschätzten Künstlers aus Debrecen hat mir gestern Nachmittag große Freude bereitet. Es handelt sich um András Tóth, diesen kraftvollen und talentierten Bildhauer, der sich stetig weiterentwickelt und dessen Name und Werke nicht nur in Debrecen, sondern im ganzen Land bekannt sein sollten. Leider kennen selbst hier nur wenige diesen bemerkenswerten Künstler, der Debrecen einmal mehr Ruhm eingebracht hat. Er schuf die Freiheitsstatue für die Bevölkerung von Selmecbánya – ein Kunstwerk von großem Format. Es ist wirklich erstaunlich, dass er ein so gewaltiges und künstlerisch wertvolles Werk für einen so geringen Betrag schaffen kann. Nur der Ehrgeiz und die edle Begeisterung von András Tóth können dies erklären. Die Statue zeigt einen Soldaten der 48. Armee in Laufstellung inmitten der Trümmer einer Kanone. In seiner linken Hand hält er eine hoch erhobene Fahne, in der rechten das gezogene Schwert nach vorn gestreckt.“ Die Begeisterung ist in seinem Gesicht und seinen Augen deutlich zu erkennen, seine langen Locken fallen ihm ins Gesicht. Insgesamt ist die Statue äußerst ausdrucksstark. Seine Haltung ist selbstsicher und natürlich, was bei unseren Statuen eine Seltenheit ist. Die Details sind erstaunlich detailgetreu, und die Idee des Werkes ist überaus klar. Auch ihre Größe ist beeindruckend: anderthalbmal so groß wie das Leben selbst, und zusammen mit dem Sockel wird sie sieben Meter hoch sein. Sie wird einige Tage im Atelier des Künstlers ausgestellt und anschließend zur Kunstgießerei in Pest transportiert, wo sie unter der Aufsicht des Künstlers in Erz gegossen wird. Danach wird sie nach Selmecbánya gebracht, wo sie am 15. Oktober 1899 enthüllt wird. [...] Debrecen, 15. Juli 1899.