Holocaust-Gedenktafel (Rozsnyó)
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Bis 2002 erinnerte in Rožňany nichts daran, dass einst Juden in der Stadt gelebt hatten. In den 1970er Jahren löste die Stadtverwaltung sogar den jüdischen Friedhof auf, und die ursprünglich entfernten Grabsteine verschwanden nach und nach. Nach mehreren Versuchen wurde erst 2002 eine kleine, zweisprachige Gedenktafel aus Metall an der Rathauswand angebracht, die an die Opfer des Holocaust von Rožňany erinnert. István Lebovits, der aus Rožňany stammte, spielte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Gedenktafel: …István Lebovits (Rožňany, 10. Oktober 1922) war das erste Kind von Lebovits Mendel, einem 32-jährigen Kantor der jüdischen Gemeinde von Rožňany, und Fanny Dicker, einer 27-jährigen Hausfrau. (…) Er ließ sich in den USA nieder und arbeitete im Außenhandel. Durch seine Geschäftskontakte kehrt er oft und gern nach Rožňava zurück. Er musste mit ansehen, wie unter den Stadtoberhäuptern Béla Molnár und Lajos Lucsko sämtliche jüdischen Kultur- und Geschichtsdenkmäler verschwanden. Deshalb initiierte und unterstützte er in den 1960er Jahren den Bau eines Denkmals für die Holocaust-Opfer von Rožňava. Nach wiederholten Zusagen geriet sein Vorhaben allmählich in Vergessenheit. 2002 bot er erneut seine Hilfe an und konnte mit Unterstützung einiger Einwohner nach 58 Jahren eine Gedenktafel an der Mauer des alten Rathauses für die über 400 Holocaust-Opfer von Rožňava anbringen.