Dezső Hodosi Karátsonys Herrenhaus 4.
Sonstige - andere
Dezső Hodosi Karátsony (* 1837–1897) entstammte einer wohlhabenden Adelsfamilie in Réte. Die Familie lässt sich bis ins Jahr 1274 zurückverfolgen. Er starb jung an einer Magenblutung. Er war Direktor der Szenc-Sparkasse und ein wohlhabender Landbesitzer. Seine Frau Mária Bokros (* 1837–1897, † 1970?) stammte ebenfalls aus einer wohlhabenden Familie in Szenc. Nach dem frühen Tod ihres Mannes bewirtschaftete sie das 60 Hektar große Gut allein und zog ihre beiden Kinder groß. Sein Sohn Árpád geriet im März 1945 in russische Gefangenschaft und starb dort im Oktober 1947. Seine Tochter Erzsébet verarmte nach dem Tod ihres Mannes und den Deportationen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie fand mit ihren Kindern bei ihrer Schwiegermutter Zuflucht in Ménfőcsanak. Nach der Verstaatlichung wurden slowakische Familien (Familien Hrubý und Hankó, Árva) im Herrenhaus angesiedelt. Er lebte in großer Armut und konnte seine Tochter und Enkelkinder lange Zeit nicht sehen. Die Nachbarsfamilien kümmerten sich um ihn und erwiderten so die Freundlichkeit, die er ihnen vor dem Krieg entgegengebracht hatte. Das Haus wurde von der Gemeinde abgerissen und an seiner Stelle ein Laden errichtet. Nach 1989 wurde auf dem Grundstück eine Straße angelegt.