Plakette zum 940-jährigen Jubiläum von Hetény
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Aus der Begrüßungsrede des Ingenieurs und Bürgermeisters Ferenc Magyari bei der Enthüllung der Gedenktafel: ; Jeder intelligente Mensch lebt mit der Absicht, Spuren zu hinterlassen, eine Erinnerung zu schaffen. Die meisten Menschen haben die Gelegenheit dazu: Sie bauen ein Haus, pflanzen einen Baum, ziehen ein Kind groß. Die Möglichkeit friedlicher Schöpfung ist ein großes Geschenk der Menschheit. Wir erleben heute, an diesem schönen Herbsttag, einen historischen Moment. Wir feiern unsere Heimat Hetény. Sie wurde vor 940 Jahren schriftlich festgehalten und unter dem Namen Wagetuin gestiftet. Zwar hat sich der Name im Laufe der Zeit geändert, unser Dorf steht nun an seinem dritten Standort, doch seitdem ist es, mit mehr oder weniger Unterbrechungen, die Heimat der hier lebenden Menschen. Die Geschichte unseres Dorfes ist reich an kreativen, konstruktiven und schönen Zeiten, und auch wir blieben nicht von den Schicksalsschlägen der Tataren, der Türken, der Brände und der Kriege verschont. Unsere Vorfahren haben die Schläge des Schicksals stets überwunden und, selbst mit Mühe, immer wieder neu geschaffen: Sie bauten ein neues Haus, pflügten und säten erneut und planten eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Auch unsere Störche kehren zurück. Sie sind durch ihre Beharrlichkeit und Verbundenheit zu Symbolen von Hetény geworden. Der Storch verlässt jeden Herbst sein Zuhause, kehrt aber im Frühling mit neuer Kraft zurück, baut ein Nest und zieht hier, inmitten von uns, seine Jungen auf – drei in diesem Jahr! Er fühlt sich hier zu Hause. Und was ist Heimat? Unsere Kindheit, die vertraute Sprache, die vertrauten Häuser, die Gärten, die Bäume und die Erinnerungen an Orte, an denen wir lieben und geliebt werden. Zuvor verneigen wir uns vor der Liebe, die über die Jahrhunderte gewachsen ist. Wir wünschen uns, dass unsere beständige Arbeit und der spirituelle Reichtum unserer Herzen Hetény noch lange lebendig halten. Und dass unsere Nachkommen und Kinder es als ihre Heimat in Erinnerung behalten, Hetény, wo sie hingehören, wo sie sein sollten, das im Jahr 2015 in guten Händen war. ; Sehr geehrte Damen und Herren! ; Meine letzten Worte sind Worte des Dankes. Danke an die Hüter, die Hüter der Erinnerungen und Gedenkstätten, die Initiatoren und Umsetzer der Gedenktafel-Einweihung. Ich wünsche mir, dass dieser Stein noch lange hier stehen wird. Zeit. Möge sie ein Symbol für fast tausend lange Jahre sein, eine Erinnerung an die Standhaftigkeit unserer Vorfahren für uns und für unsere Nachkommen in den tausend friedlichen Jahren, die noch kommen werden. Gott segne Hetény!