Heldendenkmal (Nachbildung der Festung Bratislava)

Heldendenkmal (Nachbildung der Festung Bratislava)

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Das Heldendenkmal wurde 1929 in Gútor errichtet und war laut der bisher bekannten Quelle ein Werk von Alajos Rigele. Aus dem im August 1939 nach dem Feedback veröffentlichten Bericht geht jedoch hervor, dass die ursprüngliche, den Ungarn unwürdige Statue durch ein anderes Werk aus Moson ersetzt wurde. Die heutige Statue ist identisch mit dem Werk in der Rigele-Monografie und ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Vashonvéd in Bratislava, das ebenfalls von Rigele geschaffen wurde. Es stellt sich die Frage: Wurde die ursprüngliche Statue tatsächlich ersetzt, und stammt das heutige Werk tatsächlich aus Moson? Wenn ja, wer war ihr Schöpfer? Hat sich der Autor der Rigele-Monografie vielleicht geirrt, und steht nun gar nicht die Statue von Alajos Rigele auf dem Sockel? Da ich keine Dokumente oder Fotografien der ersten Statue gefunden habe, bleibt die Frage offen und bedarf weiterer Forschung. Die Zeitung „Csallóközi Hírlap“ berichtete am 27. August 1939 über Gútor: ; ; Enthüllung des Heldendenkmals im Dorf Gútor ; ; Gútor, 15. August. ; ; Das Dorf Gútor steht noch immer an seinem alten Platz, Kirche, Schule und Wohnhäuser sind die alten, das alte Bild ist eine Illusion – doch die Bevölkerung hat sich erneuert. Zwanzig Jahre lang vegetierte es dahin und lebte wie unter einem Joch. Die Frontsoldaten des Dorfes, die im Zweiten Weltkrieg heldenhaft standgehalten hatten, wollten ihren gefallenen Kameraden so schnell wie möglich ein Denkmal errichten. Doch ihnen waren die Hände gebunden, als sie diese Pflicht erfüllen konnten. Mit der offiziellen Genehmigung der Fremdherrschaft mussten sie eine sinnlose Statue eines ungarischen Soldaten über der Gedenktafel für Helden errichten, die keine eigene Tafel tragen durften. Bei der Einweihung musste das Programm den Ausruf „Hey Slováci!“ enthalten. Die Dorfbewohner standen resigniert, mit gesenkten Köpfen und verzweifelt um die unwürdige Statue. Ihre Gedanken schweiften weit zurück. Nun, da die Herzen der Ungarn wieder frei schlagen konnten, sahen sie es als ihre erste heilige Pflicht an, eine Statue eines ungarischen Soldaten zum Gedenken an die ungarischen Helden errichten zu lassen. Die lebensgroße Statue des ungarischen Soldaten, gefertigt in Moson, wurde auf einen Karren verladen, der in zwei Booten über die Donau transportiert wurde, und unter großen Mühen dorthin gebracht. Am 13. dieses Monats, dem Tag des Abschieds, fand die Einweihung im Rahmen einer feierlichen Zeremonie statt. Die geschmackvolle Gestaltung ist dem Einsatz der Pfadfinder aus Hatvan zu verdanken, die sich derzeit hier aufhalten, insbesondere ihren engagierten Anführern. Die einheimischen Frontsoldaten, die Feuerwehrleute, die Gruppe der etwas hässlichen Feuerwehrleute und die tapferen und engagierten Lehrer aus der Region bereiteten uns eine überraschende Feier. Frontsoldaten-Präsident József Bors hielt eine bewegende Ansprache. Anschließend folgten Rezitationen. Erzsike Nagy, ein Mädchen in ungarischer Tracht, Frigyes Földes und István Baráth trugen mit jugendlichem Eifer wunderschöne Festtagsgedichte vor, erfüllt vom Stolz, unserer gefallenen Helden gedenken zu können. Danach erzählte uns Frontsoldat Péter Bors, welch eine Pflicht sie darin sahen, für ihr Vaterland zu kämpfen. Anschließend sprach Dr. Andor Szmerinik, ein Budapester Richter und Gutsbesitzer aus Gútor. Er schilderte das Schicksal der ungarischen Soldaten im Krieg auf ergreifende Weise. Dass etwa 660.000 Ungarn gefallen sind, beweist auch den ungarischen Kampfgeist und die Hingabe. Der ungarische Soldat wich nicht zurück. Das schwerere Kreuz lastet stets auf den Schultern der Sanftmütigen. Er schilderte das ungarische Schicksal mit großer Rührung, denn er hatte es selbst erlebt. Er rief die Jugend zu anhaltendem Mut und zur Treue als Horthy-Soldaten auf. (Begeisterter Beifall). Auf dieses Signal hin senkte ein Kundschafter das in den Nationalfarben gehüllte Leichentuch. Daraufhin erwiesen die Offiziere der Somorja-Militärakademie und alle Anwesenden der Statue ehrfurchtsvoll ihre Ehre. Der Oberfeldwebel, Somorja-Kaplan József Mészáros, trat an die Statue heran, weihte sie und hielt eine bewegende Rede. Anschließend wandte sich Tamás Oksz, Lehrer in Szemet, an die Trauernden und verlas die Namen der 21 gefallenen Helden. Kranzniederlegung, Hymne, „Ich glaube an den einen Gott“ – mit diesem Rezitationsgesang endete die feierliche Einweihung. Zwanzig Jahre lang sind wir zögernd umhergeirrt, wir sind an der Statue unserer Helden vorbeigegangen, als wäre sie zerstört. Heute blicken wir erhobenen Hauptes auf das Denkmal des ungarischen Nationalhelden. Ihr habt Genugtuung erfahren, Helden Gútors. In der ungarischen Heimat erhebt sich unser Seufzer zum Herrn der Welt, dem Gott der Ungarn. Nimm die Seelen unserer Helden in deine Arme, unser Vater! Schenke Ungarn Gerechtigkeit!

Inschrift/Symbol:

Zum Gedenken an die Helden von Gútor, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind / 21 Namen / Errichtet von der Gemeinde Gútor / 1929 // 1939–1945 / 21 Namen

Inventarnummer:

3260

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Gutor, Gútor   (Fő utca - a Szent Donát parkban - Hlavná ulica)