Heldendenkmal
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Der Erste Weltkrieg hinterließ bei vielen Einheimischen eine tiefe Trauer. 1938 wurde ein Denkmal für 46 gefallene Soldaten errichtet. Am 1. November 1972 wurde eine Gedenktafel für die 33 Opfer des Zweiten Weltkriegs hinzugefügt. Die Zeitung Érsekújvár és Vidéke veröffentlichte während der Zeit der ersten Tschechoslowakischen Republik ein Interview mit dem heute vergessenen Bildhauer Kálmán Klinda aus Érsekújvár, der damals unter anderem am Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs in Vághosszúfalu arbeitete: „Er arbeitet derzeit beispielsweise an dem monumentalen Denkmal für die Helden von Vághosszúfalu. Die Idee ist interessant und einfühlsam. Eine Mutter in ungarischer Tracht und ein kleiner Junge stehen mit gesenkten Köpfen da, ihre Gesichter voller Trauer, während sie des heldenhaft gefallenen Vaters und Ehemanns gedenken, symbolisiert durch Helm und Schwert.“ Auf dem Gesicht des kleinen Kindes, dessen Hände gefaltet sind, liegt eine seltsam tiefe Andacht, als ob seine Lippen ein Gebet für seinen im Krieg gefallenen Vater wiederholten… Minutenlang stehe ich tief bewegt vor dem eindrucksvollen Denkmal und weiß, dass auch die Menschen von Vághosszúfalu von der ergreifenden Spiritualität dieses Denkmals tief bewegt sein werden… ; Érsekújvár és Vidéke berichtet in seiner Ausgabe vom 29. Mai 1938: Am 15. Mai 1938 wurde das Denkmal für die Helden von Vághosszúfalu mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung eingeweiht. Es soll das Andenken und die Namen der 46 Söhne dieses kleinen Dorfes, die in unmarkierten Gräbern ruhen, für die Nachwelt bewahren. Das Denkmal ist ein hervorragendes Werk des Bildhauers Kálmán Klinda aus Érsekújvár. Das Bild zeigt eine Kriegswitwe und einen Kriegswaisen, die an einem mit einem Kranz geschmückten Soldatengrab trauern. Vor dem Grabkreuz sind ein zerbrochenes Schwert und ein Kampfhelm zu sehen. Das von dem bereits erwähnten Bildhauer entworfene Fundament wurde vom Steinmetz Antal Szász aus Deáki gefertigt. Die Zeremonie fand am Nachmittag in Anwesenheit zahlreicher Zuschauer statt. Soweit ersichtlich, waren die folgenden Dörfer vertreten: Vágsellye, Vágvecse, Tornóc, Deáki, Vágkirályfa und Kajal. Die Zeremonie begann mit dem Lied „Gib uns ewige Ruhe, o Herr“, das vom Kirchenchor gesungen wurde. Anschließend gedachte József Izsó, das älteste, aber beweglichste Mitglied des Bildhauerkomitees, seiner gefallenen Kameraden mit frommen Worten und eröffnete die Zeremonie mit der Enthüllung der Statue. Nach der Enthüllung folgte der Hauptteil der Zeremonie. Der Pfarrer von Vicsapapat, Rezső Zachár, weihte das Denkmal ein. Als ehemaliger Lagerkaplan und Pfarrer des Dorfes Vághosszú würdigte er dessen Bedeutung in einer bewegenden Rede, die ihn zu Tränen rührte. Die Festrede hielt Ernő Biskoroványi, Bankdirektor aus Vághsellye und ehemaliger Kamerad. In seiner ergreifenden Rede erinnerte er an die Entbehrungen der Krieger und das schreckliche Leid der Gefallenen. Das Programm wurde durch wunderschöne Rezitationen bereichert. Im Namen des Denkmalkomitees übergab István Szilágyi das Denkmal an den Dorfrichter Péter Molnár, der dem Komitee und den Jugendlichen herzlich für die Idee und die Umsetzung dankte. Er nahm das Denkmal in die Obhut des Dorfes. Die Geschichte des Denkmals wurde von V. Molnár Jr. erläutert. Mehrere Schulkinder legten frische Blumen nieder und trugen Gedichte vor. Im Anschluss wurden Blumensträuße mit Dankesworten niedergelegt: Häuptling Rezső Zachár, Andor Jaross und Kálmán Füssy. Kränze wurden außerdem niedergelegt von: dem Dorf, den Witwen, den Waisen, den Enkelkindern, zwei Kränzen von den Kameraden, der Feuerwehr, der Genossenschaft, dem SzKIE, dem SzMKE, der Schule, dem Gut Kövecses und der Familie Mészáros. Der Kirchenchor sang die Lieder „Stille Herbsttrauer“ und „An der Heldensäule“. Die Schlussrede hielt István Szilágyi. Im Rahmen derselben Zeremonie wurde ab 19 Uhr das Kriegsdrama „Der Austauschte Mann“ von Adorján Bónyi aufgeführt, organisiert vom Kulturkomitee.