Taksonyi Landhaus

Taksonyi Landhaus

Landhaus, Handwerkshaus

Das Landhaus wurde von Frau Ferenc Panyik erbaut und laut Stammbaum lebten dort sechs Generationen, zumeist kinderreiche Familien. Der letzte Bewohner verließ das Gebäude, das daraufhin unter Denkmalschutz gestellt wurde, im Jahr 1982. Das Bezirkskomitee kaufte das Haus und übertrug es, dem Gesetz entsprechend, dem Museum zur Pflege. Der straßenseitige, weiß getünchte, reetgedeckte Giebel aus Rohziegeln wurde 1963 unter Denkmalschutz gestellt. Damals wurde die Erfassung der nationalen Denkmäler abgeschlossen. Das Landhaus gehörte zu den ersten, die in die Liste der Volksdenkmäler aufgenommen wurden. Der hintere Teil des Hauses, der 1969 um Wirtschaftsgebäude erweitert wurde, steht heute nicht mehr unter Denkmalschutz. Am verzierten Giebel des Landhauses befinden sich neben dem Baujahr und dem Namen der Besitzerin handgemalte Blumenornamente. Der Grundriss des Landhauses weicht teilweise von der für die Gegend typischen Architektur ab; Keller und Dachboden sind vom Vorbau aus zugänglich. In den ersten drei Räumen des Wohnbereichs präsentierte die damalige Ethnografin des Museums, Mária Szanyi, eine Ausstellung mit volkstümlichen Einrichtungsgegenständen; die Rekonstruktion des Gebäudes wurde von György Pekarovič geleitet. Der zur Straße gewandte Raum mit Dielenboden ist mit Stadtmöbeln aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ausgestattet. Die handgemalten Motive an der Decke deuten darauf hin, dass der Raum als Reinraum konzipiert war. Auch in Taksonyi wurde die Bevölkerungszusammensetzung durch die Umsiedlung und den Bevölkerungsaustausch stark beeinflusst. Die Familien wurden hauptsächlich durch Familien aus Tótkomlós in der südlichen Großen Tiefebene ersetzt, die ihre Haushaltsgegenstände und Möbel mitbrachten. Die Einrichtung des hinteren Zimmers erinnert an die Familien aus der Großen Tiefebene.

Inschrift/Symbol:

PANYIK FERENTZ ANNO 1847 22. MÄRZ

Inventarnummer:

3306

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Taksonyfalva, Taksony   (A falu központjában, Galánta felé haladva a jobb oldalon.)