Landhaus Pogrányi
Sonstige - andere
Die ersten Landhäuser von Zoboralja zählen zu den ältesten des Landes (1969: ethnographische Sammlung Lédec, 1970: Landhaus der Kolonie, 1972: Landhaus Zsérei usw.). Das Landhaus Pográny wurde am 1. Juni 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und präsentiert eindrucksvoll die traditionelle Bau- und Wohnkultur der Region. Der für Zoboralja typische hintere Flügel des Langhauses wurde 1836 erbaut und 1887 um zwei neue Räume erweitert. Vor 1944 lebten hier die Großeltern, die Eltern und drei Geschwister mit ihren Familien; nach dem Krieg zogen die Geschwister nach und nach aus. Nach dem Tod der Eltern und Großeltern stand das Haus seit 1986 leer. Die Idee zur Sanierung des Landhauses entstand 2006 und wurde unter der Leitung von Bürgermeister László Hajdú und der Vorsitzenden des örtlichen Vereins Csemadok, Borbála Tóth, rasch vom Gemeindeamt aufgegriffen. Den Großteil der Arbeiten leistete der Gemeindevertreter Pál Sándor mit der fachlichen und tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Freiwilliger. Durch die früheren Umbauten und vor allem Anbauten wurde die Hausstruktur komplexer. Der Eingang mit seinem Holztor (Gádoros) wurde vereinfacht, doch die wichtigsten traditionellen Räume sind hier erhalten geblieben: das Erste Haus (wörtlich: Reinraum) mit einem Hochbett (Csinvattos dunna etc.), einem Tisch und einer hölzernen, pferdeähnlichen Bank (die alten Häuser von Zoboralj zeichneten sich durch ihre Eckanordnung aus), eine Eingangshalle (Atrium) mit offenem Kamin und einer verzierten Stützmauer, Mandraho genannt, sowie im hinteren Teil ein Zimmer, das als Schlafgemach diente. Entlang der gesamten Hauslänge erstreckt sich eine Holzterrasse (Hambit), und im Hof befindet sich ein traditioneller Gémeskút. Die Inneneinrichtung stammt teils aus dem Originalbestand, teils aus alten Werkzeugen anderer Dorfbewohner aus verschiedenen Epochen. Hier finden sich Küchenutensilien, Alltagsgegenstände und verschiedene Werkzeuge. Laut der Chronik des Landhauses: „Wer hierher kommt, kann in dieser Oase der Vergangenheit, die an die heutige schnelllebige Welt erinnert, angenehme Momente verbringen. Hier steht das Leben für einen Augenblick still und entführt Sie gedanklich in das Leben unserer Vorfahren.“ Seit seiner Gründung empfängt das Landhaus unter der Leitung von Hausherrin Borbála Tóth Besucher nicht nur aus der Region, sondern auch aus Übersee. Es bietet zudem Raum für Veranstaltungen wie ethnografische Filmdokumentationen (Palmsonntags-Rückblicke, Hochzeiten usw.), die Pflege lebendiger Traditionen (Heilige-Familien-Wanderung) und vieles mehr. Es empfiehlt sich, Ihren Besuch im Landhaus vorab unter der Telefonnummer +421 918 376991 (Borbála Tóth) anzumelden.