Haus des Guten Hirten

Haus des Guten Hirten

Gebäude, Struktur

Es wurde vom ortsansässigen Baumeister Matthew Höllrigl errichtet, der fünf Jahre später auch am Bau des Mirbach-Palastes beteiligt war. Das Viertel mit seiner einzigartigen Atmosphäre verlor seinen Charakter während des Baus der Neuen Brücke in den 1960er Jahren, als der umliegende historische Teil der Stadt abgerissen wurde. Eines der wenigen erhaltenen Gebäude ist das Haus zum Guten Hirten, das sich am Anfang der Straßen befindet, die zum Burgberg hinaufführen. Der vierstöckige Palast – eines der schönsten Rokoko-Denkmäler der slowakischen Hauptstadt – wurde auf einem schmalen, trapezförmigen Eckgrundstück errichtet, das durch den Straßenverlauf vorgegeben ist, sodass seine Südseite nur ein Zimmer plus ein Treppenhaus breit ist. Er erhielt seinen Namen von der Statue in der südöstlichen Ecke des Hauses, auf Höhe des ersten Stockwerks, die Jesus Christus als den Guten Hirten darstellt. Im Erdgeschoss des Gebäudes befanden sich Geschäftsräume, während die oberen Stockwerke zu Wohnzwecken genutzt wurden. Besonders schön sind seine Stuckverzierungen und die schmiedeeisernen Fenstergitter. Lajos Kemény schreibt in seinem Buch über das Gebäude: „Aus architektonischer Sicht ist das charmante kleine Rokokohaus, das an der Kreuzung der Miklós-Straße zwischen den beiden Straßen eingezwängt ist, als das sogenannte „Spitzhaus“ in Erinnerung zu behalten. Der geniale Baumeister versah die gesamte Fassadenbreite mit einem Balkon, der auf riesigen Volutenkonsolen ruht, die sich über zwei Stockwerke erstrecken. Er verzierte die Scheinfenster unter und über den eigentlichen Fenstern reich mit Stuckornamenten und platzierte zwischen den Fenstern Blumentöpfe mit markant naturalistischen Reliefs. In der Ecke, unter der Decke, befand sich eine reizvolle Dekoration mit der Statue des „Guten Hirten“. Dr. Weyde Gizella kam durch einen Stilvergleich zu dem Schluss, dass das Gebäude das Werk des Baumeisters Lipót Huber war, der ähnliche Blumentopfreliefs in seinen Plänen für das nicht realisierte Kloster „Notre Dame“ verwendete und beiden Gebäuden willkürlich ein drittes Stockwerk über dem Gesims hinzufügte.“ Seit ihrer Restaurierung als historisches Denkmal im Jahr 1975 beherbergt die Burg das Stadtmuseum Bratislava. Dort ist eine Dauerausstellung zur Uhrmacherkunst Bratislavas zu sehen, die in der Neuzeit große Berühmtheit erlangte und sich stark weiterentwickelte. Im östlichen Erdgeschoss und im Keller befindet sich ein Restaurant. Die Burg ist am besten zu Fuß vom Burgberg aus zu erreichen.

Inventarnummer:

1533

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Pozsony   (Vártelek utca 3. - Židovská 3. (A Miklós utca és a Vártelek utca találkozásánál))