Haus der Oberbefehlshaber

Haus der Oberbefehlshaber

Gebäude, Struktur

Eines der öffentlichen Gebäude von herausragendem kulturellem und historischem Wert an der Hauptstraße von Košice, das mittelalterlichen Ursprungs ist, bestand möglicherweise ursprünglich aus vier gotischen Steinhäusern, die nach und nach zusammengefügt wurden. Unsere ersten Aufzeichnungen dazu stammen aus dem 16. Jahrhundert. Wir wissen, dass hier in den 1620er Jahren eine Münzprägeanstalt betrieben wurde. Bezeichnend für den repräsentativen Charakter des Gebäudes ist, dass die Generalkapitäne Oberungarns lange Zeit in dem Haus vom Typ Rueber residierten, einem der Vorgängerbauten (daher der Name des Gebäudes). Auch mehrere Fürsten hielten sich hier auf, darunter Imre Thököly und Ferenc II. Rákóczi, der Weihnachten 1706 und 1707 sowie Ostern 1708 hier verbrachte. Seine Unterkunft befand sich im Haus der königlichen Generalkapitäne, das damals dem Kuruc-Feldmarschall Antal Esterházy gehörte. Seine heutige, zweistöckige, asymmetrische Barockform erhielt es im 18. Jahrhundert. 1870 wurde es in eine Militärkaserne umgewandelt. Über dem großen barocken Kamin im Obergeschoss erinnert eine kunstvolle Inschrift an den Besitz der Familie Bornemisza. Das Ungarische Technische Museum, dessen Geschichte bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht, litt jahrzehntelang unter ständigem Platzmangel in Budapest und der mühsamen Suche nach einem geeigneten Museumsgebäude. Als 1938 ein Teil des Oberen Landes an Ungarn zurückfiel, rückte Košice in den Mittelpunkt der Suche. Die Bestände der damals bedeutenden Hauptstadtsammlung wurden in 13 gedeckte Eisenbahnwaggons mit je 15 Tonnen Gewicht nach Košice transportiert, wo das Technische Museum nach einigen Jahren des ergebnislosen Wartens und Organisierens schließlich 1943 eröffnet wurde. Nach dem Ende der Tiszavirág-Ära im Herbst 1944, als die Stadt in sowjetische und später tschechoslowakische Hände fiel, schloss das Museum seine Pforten und existierte nicht mehr, doch seine Sammlung blieb – mit ziemlicher Sicherheit – erhalten. Die reichhaltige und beeindruckende Sammlung, die heute in diesem Gebäude untergebracht ist, stammt erst aus dem Jahr 1947 und trägt seinen heutigen Namen – Slowakisches Technisches Museum (Slovenské technické múzeum) – seit 1983. Für den interessantesten Teil der Ausstellung, der die wichtigsten Industriezweige der Vergangenheit der Region, insbesondere den Bergbau, präsentiert, wurde unter dem Gebäude ein unterirdischer Ausstellungs- und Präsentationsbereich errichtet. Wichtige Teile der Ausstellung widmen sich aber auch der Metallurgie, dem Gießereiwesen und der Kunst des Zierschmiedens sowie der Chemie, Physik und Elektrotechnik. Im Eingangsbereich befindet sich eine Statue des Eisenschmieds Alajos Stróbl.

Inventarnummer:

1708

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Kassa - Óváros   (Fő utca 88. - Hlavná ulica 88.)