Rubinek Gyula

Rubinek Gyula

Sonstige - andere

Ohaj, 10. September 1865 – † Budapest, 8. Januar 1922 / Politiker, Ökonom, Schriftsteller, Minister; Er studierte an der Königlich Ungarischen Wirtschaftsakademie in Magyaróvár. Von 1886 bis 1890 war er Wirtschaftsbeamter in Kunbaja. 1889 gab er die Zeitung „Borászati Lapokat“ heraus und von 1891 bis 1893 die Zeitung „Köztelek“, deren Chefredakteur er zeitweise war. Ab 1893 war er Geschäftsführer der OMGE und ab 1906 deren Direktor. Ab 1901 war er zudem Abgeordneter. Nach dem Sturz der Ungarischen Räterepublik (August 1919) spielte er eine bedeutende Rolle in der Kleinbauernpartei von István Nagyatádi Szabó (1863–1924). Er war vom 27. August 1919 bis zum 18. Dezember 1920 Minister für Landwirtschaft und Handel. Er erarbeitete den Gesetzentwurf zur Landreform, den Szabó Nagyatádi unverändert dem Parlament vorlegte. 1921 wurde er zum Ehrenpräsidenten der Kleinbauernpartei gewählt. Er verfasste zahlreiche Artikel und Bücher zu wirtschaftlichen Themen. Sein jüngerer Bruder István Rubinek (Ohaj, 3. Januar 1886 – Budapest, 21. Februar 1938) war ebenfalls Jurist, Politiker und Abgeordneter, zunächst für die Kleinbauernpartei und später für die Vereinigte Partei. Seine Hauptwerke: Die Frage der Knechte und Arbeiter (1894), Der Bauernsozialismus (1895), Siedlungs- und Bodenpolitik (1905), Leitlinien für unsere künftige Zollpolitik (1911), Unsere Position auf dem Balkan (1913).

Inventarnummer:

12204

Sammlung:

Werte-Repository