Gyula Kereskenyi
Sonstige - andere
* Léva, 9. April 1835 – † Érd, 7. August 1911 / Katholischer Diakon, Archäologe, Historiker; Er entstammte einer alten Adelsfamilie mit großem Landbesitz. Seine Schulbildung absolvierte er in Léva, Nyitra und Pannonhalma am Benediktinerkolleg. Nach seinem Eintritt in den Prémontre-Orden in Csorna wurde er Lehrer am Gymnasium in Keszthely, studierte anschließend Sprachwissenschaften in Wien und erwarb ein weltliches Lehramtsdiplom. Auf Wunsch seiner Mutter trat er jedoch in den kirchlichen Dienst ein und wurde 1860 zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Priester in verschiedenen Gemeinden. 1866 kam er als Hilfspfarrer nach Érd, wo er bis zu seiner Pensionierung 1906 als Pfarrer wirkte. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit war er literarisch aktiv und erwarb sich Anerkennung als Lokalhistoriker und Archäologe von Érd. Von Juli 1882 bis Mai 1883 gab er die wöchentlich erscheinende Zeitschrift „Katholikus Család“ heraus, die sich mit religiösen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen befasste. Seine Hauptwerke: Historische Skizze der Dörfer Érd (Hamzsabég) und Batta (Százhalom), 1874; Geschichte der Pfarrei Érd, 1886.