Hefty Gyula Andor

Hefty Gyula Andor

Sonstige - andere

* Bratislava, 14. Februar 1888 – † Budapest, 3. Dezember 1957 / Lehrer, Tourist, Fachschriftsteller; Er absolvierte seine Schulausbildung in seiner Heimatstadt. Er erwarb ein Diplom für Geschichtslehramt an der Technischen Universität Budapest. Von 1911 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebte er in Késmárk. Zwischen 1911 und 1919 war er Geschichtslehrer an der Handelsschule Késmárk. Er war ein begeisterter Tourist und Bergsteiger und ein großer Anhänger des Wintersports. Er erschloss neue Kletterrouten an vielen schwierigen Felswänden und erzielte 1916 mit der Besteigung der Nordwestwand des Kriván hervorragende Ergebnisse. Ihm werden die ersten Winterbesteigungen mehrerer Tatra-Gipfel zugeschrieben. Er organisierte Skiwettbewerbe in der Tatra, wirkte an der Zusammenstellung des ersten ungarischen Skihandbuchs (1912) und des Führers zu den Kletterschulen rund um die Hauptstadt (1913) mit und war einer der Hauptautoren des dreibändigen Reiseführers für die Hohe Tatra (1914). Er schrieb für die Zeitschrift „Turistaság és Alpinizmus“ und war später Mitherausgeber. Im November 1918 gehörte er zu den Befürwortern der Gründung der Republik Zips. Daher wurde er im Dezember 1918 – als die tschechische Armee in Késmárk einmarschierte – verhaftet und eine Zeit lang im Gefängnis von Illava festgehalten. Da er den Treueeid verweigerte, konnte er nicht länger an der Handelsschule unterrichten. Um seine Familie nicht aufgrund seiner politischen Haltung zu benachteiligen, zog er ohne sie in die Tatra. Während seiner Arbeit reiste er häufig nach Polen und Ungarn, was die tschechoslowakischen Behörden als Kollaboration mit dem Feind werteten. Daher wurde er ein zweites Mal inhaftiert, diesmal in Bratislava. Als Freimaurer sprach er sich oft gegen die nationalsozialistische Bedrohung aus. 1938 unterzog er sich einer schwierigen Operation (Blinddarmdurchbruch). Im Anschluss daran erfuhr er, dass man ihn wegen seiner antinazistischen Äußerungen ein drittes Mal inhaftieren wollte. Er wartete dies nicht ab, sondern reiste über Košice nach Budapest. Er beabsichtigte, einen Monat dort zu bleiben, kehrte aber nie zurück. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Förderer Siebenbürgens in Marosvásárhely und zog anschließend nach Budapest. Seine Hauptwerke: Vezérfonal az iskolai síoktatáshoz, 1918; Gerlsdorf, 1932 Die Kesmarker Holzkirche (about the wooden church in Kesmárk), 1933.

Inventarnummer:

12386

Sammlung:

Werte-Repository