Gustav Faller

Gustav Faller

Sonstige - andere

* Gölnicbánya, 2. März 1816 – † Jászó, 20. Januar 1881 / Bergbauingenieur, Bergbauberater, Hochschullehrer; Zwischen 1836 und 1840 studierte er Bergbau, Metallurgie und Forstwirtschaft an der Berg- und Forstakademie Selmecbánya und vertiefte anschließend seine geologischen Kenntnisse bei dem österreichischen Mineralogen Wilhelm Haidinger (1795–1871) in Wien. Von 1840 bis 1844 bereiste er Kroatien und andere ausländische Bergwerke und studierte diese. Ab 1844 war er als Assistenzprofessor für Bergbauingenieurwesen an der Akademie Selmecbánya unter dem Bergbauberater János Adriányi tätig. 1846 wurde er Bergwerksleiter eines Bergwerks bei Selmecbánya (Bibertárna) und machte sich mit nahezu dem gesamten Bergbausystem der Region vertraut. Ab 1855 leitete er die Bergbauabteilung der Selmetz-Akademie und lehrte dort bis 1870. Ein Jahr lang war er als Dozent im Büro des Oberbergbaumeisters von Selmetz tätig, wurde aber aufgrund häufiger Krankheit auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt. Er zog nach Košice, dann nach Jászó und wirkte bis zu seinem Tod als Berater für Bergbau, Forstwirtschaft und Viehzucht im Kloster Jászó. Er galt vor allem als herausragender Lehrer, und auch sein Sohn und Enkel arbeiteten als Bergbauingenieure. Er befasste sich zudem mit der Geschichte der Bergbau- und Hüttenausbildung in Ungarn. Er gab Fachzeitschriften und Jahrbücher des Bergbaus heraus und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel. Seine Hauptwerke: Geschichte der Berg- und Forstakademie in Schemnitz, 1865. Gedenkbuch zum hundertjährigen Bestehen der Königlich Ungarischen Berg- und Forstakademie von Selmec, 1770–1870, 1871; Die Geologie des Eisens, 1888.

Inventarnummer:

11582

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Sztracena