Grabmal von József Kármán
Literarisch
József Kármán, Schriftsteller der Aufklärung (u. a. „Fannis Traditionen“, „Die Verschönerung der Nation“), Zeitungsverleger („URÁNIA“) und Theaterorganisator (1769–1795 Losonc). Sein Werk und sein Andenken gerieten ein halbes Jahrhundert lang in Vergessenheit und wurden erst in der Reformära wiederentdeckt. Seine Heimatstadt errichtete erst hundert Jahre nach seinem Tod ein Denkmal für seinen ältesten Sohn. 1896 fand die Einweihung der Kármán-Denkmäler als Höhepunkt der Millenniumsfeierlichkeiten statt. Der bis heute bestehende Kármán-Kult lässt sich ebenfalls auf diese Zeit zurückführen. Die Gedenksäule wurde in einem kleinen Wäldchen gegenüber dem Eingang des M. Kir.-Staatsgymnasiums eingeweiht. Gleichzeitig wurde auch sein Geburtsort in der nahegelegenen Nagybég-Straße mit einer Gedenktafel aus dunklem Granit versehen. Das Grab wurde am 3. Juni 1897, dem Todestag Kármáns, mit einem Grabstein aus hellem Tiroler Marmor versehen. Am 31. Oktober 1990 beging die reformierte Gemeinde Losonc das 400-jährige Bestehen der Kirche. Zu diesem Anlass wurde eine Stahltafel mit Inschrift auf dem Grabstein angebracht, die an den Großvater, Vater und Onkel des Schriftstellers erinnerte. Die Tafel war vom Kreisarchiv Nógrád im Stahlwerk Salgótraján gefertigt worden. Zwischen 1896 und 1944 fanden hier Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt, die vom Gymnasium Losonc und der Stadt organisiert wurden. Seit 1969 finden hier im Rahmen der Kármán-Tage Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt, die vom Bezirkskomitee Losonc und der Stiftung Csemadok ausgerichtet werden. Eine Gedenkstätte, die häufig von Besuchern aus Ungarn besucht wird.