Das Grab von Jakab Sill, der den Altar errichtete, und seiner Frau Zsófia Füle

Das Grab von Jakab Sill, der den Altar errichtete, und seiner Frau Zsófia Füle

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Der wichtigste heilige Ort und das bedeutendste Denkmal im Dorf und seiner Umgebung ist der Friedhof. Seit dem Dekret des Heiligen Ladislaus („Wer seine Toten nicht neben der Kirche begräbt, soll zwölf Tage lang Buße mit Brot und Wasser tun“) befand sich die Begräbnisstätte der Tempelsiedlungen in der Nähe der Kirche. Nur so konnte sichergestellt werden, dass die Toten nicht länger auf heidnische Weise bestattet wurden. Der erste bekannte Friedhof von Csútsót lag daher bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ebenfalls in der Nähe der Kirche. Später wurde der Friedhof ummauert, und in der Nähe der Kirche wurde eine runde Friedhofskapelle errichtet, die dem Heiligen Kreuz geweiht war. Auch an anderen Orten (z. B. in Bény) sind Friedhofskapellen in der Nähe solcher Kirchen bekannt. Spätere Aufzeichnungen legen nahe, dass diese Kapelle eine Rotunde war, die zur Zeit des Kirchenbaus, also im 13. Jahrhundert, errichtet wurde und mit ihrem Turm 20 Meter hoch war (ein Bericht von 1870 spricht von 10 Faden Höhe). Kanonische Visitationen aus verschiedenen Epochen erwähnen diese Friedhofskapelle und sogar die Friedhofsmauer. 1678 wurden Spenden für deren Renovierung gesammelt (Erzbischof György Szelepcsényi selbst gab 24 Forint), die auch durchgeführt wurde. Einem Bericht von 1766 zufolge existiert die Friedhofsmauer noch, doch der Kapellenturm wurde vom Blitz getroffen, ist baufällig und wird vom Pfarrer als Zimmer genutzt. Da eine Reparatur unmöglich war, wurde die Kapelle 1780 abgerissen (ihre Steine wurden in das damals neu errichtete Pfarrhaus integriert). Nach dem Abriss wurde darunter ein sechs Meter breites, gestapeltes Gewölbe entdeckt, das beim Öffnen eine Gruft freigab. Zeitgenössischen Berichten zufolge befanden sich darin eiserne Särge und menschliche Knochen. Aufgrund starker Regenfälle lag ein Leichengeruch in der Luft, weshalb die Gruft dauerhaft zugeschüttet wurde. Arnold Ipolyi sah 1850 die Fundamente der Kapelle und vermutete, dass die darunterliegende Gruft eine der Gräber der Familie Szentgyörgyi gewesen sein könnte. (Die genaue Lage der Kapelle und der Gruft konnte nur durch Ausgrabungen ermittelt werden.) 1799 wurden Bestattungen auf dem Friedhof um die Kirche verboten, obwohl die Friedhofsmauern zu dieser Zeit noch standen. Im Mittelalter fanden übrigens auch Bestattungen in der Gruft unter dem Altarraum der Kirche statt; unter anderem ist hier Alnádor Mihály Mérey begraben. Die Beisetzungen in der Krypta unter dem Heiligtum wurden 1756 eingestellt. Der neue Friedhof wurde 1780 geweiht und am Anfang der damals noch nicht existierenden südlichen Straße der Pozsony-Straße, etwa im Bereich des sogenannten Prokopec-Hauses, eröffnet. Bekannt ist auch, dass Mátyás Füle das Hochkreuz dieses Friedhofs errichten ließ. Nach dem Bau der neuen Straße, der heutigen Felsővégi-Straße, fanden hier jedoch keine Beisetzungen mehr statt. Der heutige Friedhof wurde 1842 geweiht, und das Hochkreuz wurde bei der Weihe errichtet. Dieses Hochkreuz blieb bis 2010 stehen, als ein neues aufgestellt wurde.

Inschrift/Symbol:

Hier ruht / gesegnet in Gott / unsere unvergessliche gute Mutter / SILL JAKABNÉ / geb. ZSÓFIA FÜLLE / geboren am 15. Mai 1848 / gestorben am 2. Dezember 1921 / Hier ruht / gesegnet in Gott / unser unvergesslicher guter Vater / SILL JAKAB / geboren am 1. Mai 1842 / gestorben am 22. April 1926 / möge das ewige Licht / ihnen leuchten / TOMASEK ISTVÁN / 1881–1952 / UND SEINE FRAU / SILL ANNA / 1868–1976

Inventarnummer:

621

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Csütörtök, Csallóközcsütörtök   (a csütörtöki temető)