Grab von István Dillesz Dicskei

Grab von István Dillesz Dicskei

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

István Dillesz Dicskei arbeitete als Postmeister von Verebély. Verebély war das älteste Postamt des Komitats. Sein Zustellbezirk erstreckte sich von Körmöczbánya, Aranyos-Marót, Surány und der Linie Ársek-Újvár bis zur gesamten Bajcs-Puszta. Das Postamt gehörte damals der Familie Dillesz aus Dicske, die als erste ungarischsprachige Postformulare im Land einführte. Bekannt ist, dass die Postamtsinhaber damals verpflichtet waren, die notwendigen Formulare auf eigene Kosten, natürlich in deutscher Sprache, anfertigen zu lassen. István Dillesz, der um 1840 das Postamt in Verebély besaß, ließ, inspiriert von der sich im Komitat zunehmend ausbreitenden patriotischen Reformbewegung, die deutschen Formulare abschaffen und stattdessen ungarische drucken. Er nannte die Empfangsbestätigung „Vevény“ und die Rückempfangsbestätigung „Viszány“. Eines dieser Formulare gelangte in die Hände des damaligen Herausgebers der Zeitung „Pesti Hirlap“. Lajos Kossuth begrüßte István Dillesz in einem Brief herzlich zu dieser „eisbrechenden“ Initiative und empfahl „Térti vevény“ anstelle von „Viszány“. So entstanden in Verebély die beiden gebräuchlichsten Ausdrücke der ungarischen Post. István Dillesz’ Sohn, Sándor Dillesz, war Staatsanwalt, Abgeordneter des Komitats Bars, Mitglied des Komitatsausschusses, Oberbeamter des Bezirks Verebély und Gründer des Museums Aranyosmarót.

Inschrift/Symbol:

Dicskei / Dillesz / István / geboren 1808. + 1881 / In Erinnerung an seine irdischen Überreste / liebevolle, dankbare Kinder: / Sándor und seine Frau, geborene Batthyányi / Mária / Aranka und ihr Ehemann Nagy N. János / und Kálmán.

Inventarnummer:

2770

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Tild   (Tild - temető - Telince)