Grab des Oberstleutnants der ungarischen Armee Alajos Sebő Szini
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Oberst Alajos Sebő Szini wurde 1811 im Dorf Csiliznyárad geboren. Ab 1829 diente er in der kaiserlichen Armee. Während des Ungarischen Volksaufstands und Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 kämpfte er als Oberstleutnant des 13. Husarenregiments in den Reihen der ungarischen Armee. Berühmt wurde er durch die Schlacht bei Tápióbicske am 4. April 1849, als er seinen ehemaligen Freund, Baron Riedesel, der in der österreichischen Armee kämpfte, in einem Zweikampf besiegte und so das Blatt in der aus ungarischer Sicht drohenden Niederlage wendete. Der legendäre Duellant wurde von Mór Jókai in seinem Roman „Die Söhne des Steinherzigen“ unter dem Namen Richárd Baradlay porträtiert. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Oberstleutnant Sebő Szini zunächst zum Tode verurteilt, das Urteil wurde später jedoch in eine 16-jährige Haftstrafe umgewandelt. Er wurde 1853 freigelassen und ließ sich anschließend als Bauer in Bős nieder. Er starb am 12. Oktober 1882 im Alter von 73 Jahren und wurde auf dem Friedhof seines Geburtsortes Csiliznyárad beigesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sein Grab und der Grabstein eine Zeit lang vernachlässigt. Nach 1990 fanden zunächst nur stille Gedenkfeiern am Grab statt, das im Herbst 1994 von der Gemeinde Csiliznyárad renoviert und 1997 neu gestaltet wurde. Im selben Jahr (Sommer 1997) erwiesen Vertreter der Gemeinden Tápióbicske und Csiliznyárad erstmals gemeinsam dem Grab von Oberstleutnant Alajos Színi Sebő die Ehre, was den Beginn der seither andauernden freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ortschaften markierte.