Grab des Gutsbesitzers József Kondor

Grab des Gutsbesitzers József Kondor

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Auf dem Grab des Gutsbesitzers József Kondor (1868–1934), das von einem schmiedeeisernen Zaun umgeben ist, steht ein großes schwarzes Marmorkreuz. Die Familie Kondor besaß ursprünglich Land in Felsőőr und erhielt ihre Schenkungsurkunde 1582 von König Rudolf. Die Statistik der Länder der Ungarischen Krone (Budapest, 1897) führt József Kondor (1868–1934) bereits als einen der bedeutenden Gutsbesitzer von Ipolykeszi mit seinen 460 Katastermorgen Land auf. Ein Großteil davon bestand aus Ackerland (311 Hektar) und Weideland (114 Hektar), er besaß aber auch 33 Hektar Wald. Auf seinem Gut setzte er moderne Landmaschinen ein: einen Wagen, eine Lokomotive, eine Dreschkiste, eine Sämaschine, ein Sieb, einen Häcksler sowie 16 eiserne Pflüge, 6 Eggen, 3 Walzen und 9 Gespanne. Laut Borovszkys Monographie umfasste das Gut Kondor eine Fläche von 700 Morgen. Die Felder wurden nach der Fünf-Frucht-Fruchtfolge bewirtschaftet, und neben Weizen, Gerste und Futterpflanzen wurde auch Mohn für den Export angebaut. Kondor züchtete außerdem westliche Rinderrassen, ungarische Zugochsen und Geflügel. Der Lohn für die Tagelöhner lag zwischen 1 und 2 Kronen (Borovszky S. é.n. 149). Das Zentrum des Gutes Kondor befand sich auf dem Hügel hinter der Kirche am Rande von Újfalu. Den Erinnerungen der Einheimischen zufolge diente das Gut als Mustergut: mit eigenem Kraftwerk, selbstbewässernden Ställen, Dampfmaschinen usw. Das Schloss war einst von einem wunderschönen Park umgeben, und der Besitzer besaß auch eine wertvolle Bibliothek. 1926 gründete József Kondor eine Stiftung im Wert von 50.000 Kronen, deren Zinsen er jährlich an Bedürftige verteilte. Der Gutsbesitzer starb 1934 und wurde in Keszthely beigesetzt.

Inschrift/Symbol:

Hier ruht er im Herrn / JÓZSEF KONDOR / 1868-1934 / In Erinnerung an einen Segen! // HORN BESZTERCE B. ;

Inventarnummer:

2729

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Ipolykeszi   (A temetőben található.)