Das Grab von Raffael Pinter
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Pintér Rafael, OFMCap – Ordinis Fratrum Minorum Capuccinorum – (Tata, 4. Februar 1867 – Bozsony, 11. November 1925): Oberer des Kapuzinerordens. – Nach der 1. bis 4. Klasse der Piaristen-Mittelschule in Tata trat er am 15. September 1881 in den Kapuzinerorden ein. Er absolvierte die 5. bis 8. Klasse des Gymnasiums in den Ordenshäusern in Tata und Bozsony. 1884: Er wurde nach Budapest versetzt, wo er vier Jahre lang Theologie und Pädagogik an der Universität studierte und anschließend das Staatsexamen ablegte. 1888: Er wurde in Nagyszombat zum Priester geweiht. Stellvertretender ungarischer Prediger und Kryptaverwalter in Wien. 1889: Er legte in Budapest das Staatsexamen für Theologie ab. 4. Juni: Er wurde in Wien zum Priester geweiht. IX: Er war Bibel- und Hebräischlehrer des Ordens in Bratislava. 1892: Er bestand das Staatsexamen in Kirchenrecht und Kirchengeschichte, Fächer, die er sieben Jahre lang unterrichtete. 1897: Er legte das Staatsexamen für Religionslehrer an Gymnasien in Esztergom ab. Acht Jahre lang war er katholischer Religionslehrer am Lutherischen Lyzeum Bratislava. 1893: Er war Religionslehrer an der von den Orsolyten gegründeten katholischen Mädchenschule und Lehrerbildungsanstalt in Bratislava. 1892–1899: Er war außerdem ungarischer Prediger im Kloster Bratislava, nachdem er dort den bis dahin unbekannten ungarischen Sonntagnachmittagsgottesdienst eingeführt hatte. 1895: Er bereiste die Insel Korfu, Griechenland, Teile Syriens, Palästinas und Ägyptens. 1899: die österreichische Küste, Kärnten und die Steiermark. 1900: Österreich und Bayern. 1902: Besuch in Rom, Neapel und auf der Insel Capri. 1903 und 1904: Reisen durch das Hochland und Galicien. 1909–1910: Haushaltsvorstand in Bratislava. Neben seinen priesterlichen und pädagogischen Tätigkeiten engagierte er sich auch in ungarischen Organisationen in Bratislava (u. a. im Toldy-Kreis). Sein Grabmal im zweiten Abschnitt des András-Friedhofs ist mit einem Christusrelief von Alajos Rigele geschmückt. Werke: – Acht Tage im Heiligen Land. Kurze Reiseskizzen nach eigenen Erfahrungen. Bratislava, 1898 (zuvor in Néplap). – Regelung des Pálffy-Kasernengeländes. Ebenda, 1909 (auch in Deutsch).