Grab von Pál Ordódy und seinem Sohn aus Ordódi und Rozsonmiticzi
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Auf dem Friedhof hinter der katholischen Kirche in Bagota befinden sich die Grabsteine mehrerer Mitglieder der Familie Ordódy. Auf einem von ihnen ist der Name von Pál Ordódy, dem ungarischen königlichen Verkehrsminister, eingraviert. Auch sein Sohn, Pál Ordódy, geboren 1852, der von 1885 bis 1892 Abgeordneter der Nationalversammlung des Bezirks Udvard im Komitat Komárom war, ist hier begraben. Zu beiden Seiten befinden sich die Grabkreuze der Eltern von Pál Ordódy dem Älteren: links der Name seiner Mutter, Mária Ghyczy, und rechts der Name seines Vaters, Vincze Ordódy, des Obernotars des Komitats Komárom. Pál Ordódy (Ordódi und Rozsonmiticzi) wurde am 26. August 1822 in Pest geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und wurde 1848 Zeichner im Handelsministerium. Anschließend arbeitete er als Sekretär in Frankfurt an der Seite von László Szalay, den die Regierung Batthyány als Bevollmächtigten in die Reichsversammlung entsandt hatte. Nach der Kapitulation von Világos ging er ins Ausland und arbeitete in Paris mit Graf László Teleki zusammen. 1861, nach der teilweisen Wiederherstellung der Verfassung, wurde er Obernotar des Komitats Komárom und ins dortige Parlament gewählt. Nach der Auflösung des Parlaments und während der Zeit der provisorischen Regierung bewirtschaftete er sein Gut in Bagota im Komitat Komárom und lebte für seine Familie. Er widmete sich intensiv dem Studium und bildete sich im Bereich der Volkswirtschaftslehre weiter. 1868 wurde er zum Vizegouverneur seines Komitats gewählt und am 15. März 1869 zum Abgeordneten für den Wahlkreis Udvard. Er blieb im Parlament ein treuer Anhänger Deáks und gehörte zur Mehrheit der Partei, zum engsten Vertrautenkreis. Er war ständiges Mitglied des Verkehrs- und später des Finanzausschusses und übernahm nach Zsedénys Tod und während Antal Csengerys Krankheit den Vorsitz des Finanzausschusses. Am 24. April 1880 berief ihn Kálmán Tisza zum siebten Verkehrsminister. Als Minister (bis zum 9. August 1882) erfüllte er seine Aufgaben mit großem Pflichtbewusstsein, Tatkraft und Fleiß und genoss parteiübergreifend hohes Ansehen. In seiner Verkehrspolitik folgte er den patriotischen Spuren seiner Vorgänger. Er baute das staatliche Eisenbahnnetz aus, verstaatlichte die Eisenbahnen ausländischer Unternehmen und beschleunigte den Hochwasserschutz. Nach seinem Rücktritt wurde er Mitglied des neu gegründeten Oberhauses, konnte aber nicht mehr an dessen Verhandlungen teilnehmen. Er starb am 26. August 1885.