Das Grab von László Gyalokay, einem reformierten Pastor, Diakon und stellvertretenden Bischof
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Auf dem Friedhof befinden sich zwei Grabsteine: der von László Gyalokay (1864–1952), einem calvinistischen Pfarrer und stellvertretenden Dekanatsbischof, und der seines Sohnes Dezső Gyalokay (1901–1988), eines diplomierten Ingenieurs und königlichen Ratsmitglieds. László Gyalokay wirkte vom 16. März 1896 bis zum 1. Oktober 1942, also 45 Jahre lang, als Pfarrer in Nemesócsa. Er war Wanderprediger, Sekretär des Hilfsverteilungskomitees, Richter im Diözesanrat, ein Jahr lang Diözesankämmerer, Diözesanhauptsekretär, Vorsitzender der Pastorenkonferenz, Dekan der Diözese Komárom von 1923 bis 1933, Richter im Diözesanbezirksrat und 17 Jahre lang Diözesanhauptsekretär. Seine erste Frau (Mária Antal Várbogyai, ursprünglich aus Komárom) starb am 25. Juni 1929 in Nemesócsa. Am 5. Mai 1931 heiratete er zum zweiten Mal Julianna Zágoni Bajcsy, die Witwe des Nemesócsaer Notars József Mikes. Pfarrer László Gyalókay erhielt 1943 das Offizierskreuz des Ungarischen Verdienstordens, das ihm von Bischof Nándor Nagy, dem Guardian der Diözese Komárom, im Namen der Regierung verliehen wurde. In seiner Rede blickte er auf das tragische Schicksal der Minderheit zurück, schilderte die Vernichtung der Ungarn in erschreckenden Farben, zählte die Mittel der Entnationalisierungspolitik der Unterdrückungsmacht auf und betonte, dass das Tor der konfessionellen Schulen das stärkste eiserne Tor gewesen sei, gegen das die eiserne Faust des Feindes, die den Ungarn die Kehle zudrückte, vergeblich hämmerte. Er hob hervor, dass keine der 48 Pfarreien der Diözese unter der umsichtigen Leitung ihre Schulen aufgegeben, sondern sie unter enormen Opfern erhalten habe, um die Zukunft der Ungarn zu sichern. Dass dies möglich war, ist vor allem dem Verdienst des Dekans László Gyalókay zu verdanken, der mit seiner unerschütterlichen Standhaftigkeit und seiner seelsorgerischen Weisheit stets alle Schwierigkeiten zu überwinden vermochte und durch den Appell an die Opferbereitschaft der Gemeinde jene Anforderungen erfüllen konnte, die die damalige Schulpolitik der Machthaber oft über unsere Kräfte hinaus forderte. Gyalókay Dezső wurde am 21. Mai 1901 geboren und war königlicher Chefingenieur sowie Berater in der Abteilung für Bodenpolitik des Landwirtschaftsministeriums in Budapest.