Grabmal von Károly Pauer
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Károly Pauer (Pfarrer in Kőhidgyarmat 1915–1929) wurde am 23. Januar 1881 in Magyarfalu geboren. Er war vierzehn Jahre lang Verwalter der Dorfkirche und linderte während des Ersten Weltkriegs als Lagerpfarrer das Leid der Bedürftigen, wofür er von den Behörden mit Verdienstkreuzen ausgezeichnet wurde. Er engagierte sich aktiv in nationalen katholischen Organisationen und war stellvertretender Diakon der Pfarrei Párkány. Er war Mitglied des Schulvorstands seines Dorfes, spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung der Kreditgenossenschaft und leitete diese kompetent. Zudem unterstützte er die Zeichnung von Kriegsanleihen. Im Oktober 1917 berief er eine Versammlung zur „katholischen Autonomie“ in Kőhidgyarmat ein, die erneut von Graf Apponyi befürwortet wurde. Während seiner Amtszeit wurden die Außenmauern der Kirche renoviert, und 1923 fand eine große Glockenweihe statt. Nach der Renovierung der Außenwände der Kirche wurden die Vorbereitungen für den Anstrich des Kircheninneren getroffen. Pfarrer Károly Pauer kassierte sechs Jahre lang die Pacht für das Kirchengelände und spendete davon 25.000 Kronen für die Malerarbeiten. Er wollte seine Silbermesse in der prächtigen, renovierten Kirche feiern, doch als er erfuhr, dass der Marienaltar während der Arbeiten abgebrannt war, wurde er am 17. Mai 1929 mit einem schweren Gallenkolik-Anfall in das Vaszary-Kolos-Krankenhaus in Esztergom eingeliefert. Von dort wurde er in die Korányi-Klinik in Budapest verlegt, doch auch die dort durchgeführte Operation konnte sein Leben nicht retten. Am 20. Mai starb er in Budapest als päpstlicher Sekretär und Kaplan. Ein rechteckiger, spitzbogiger Obelisk aus grauem Marmor mit einem dreilappigen Kreuz an der Spitze erinnert auf dem Friedhof Kistata an ihn. Pauer war Redakteur und später Chefredakteur der katholisch orientierten politischen und gesellschaftlichen Wochenzeitung „Esztergom“, die Ende 1895 gegründet wurde. Neben seiner Tätigkeit als Redakteur schrieb er auch Bücher. Zsigmond Móricz erwähnte seine literarischen Aktivitäten.