Das Grab des Dorfschreibers Antal Radó Rétei
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Die 74. Ausgabe von Esztergom és Vidéke vom 14. September 1905 berichtete: – Familiendrama in Kéty. Das Familienglück wurde am 9. dieses Monats durch einen Wutanfall zerstört, der sich meist als schlechter Ratgeber erweist. Die Schwiegermutter des Dorfschreibers von Kéty, Antal Radó, musste zum Bahnhof gebracht werden. Während der Vorbereitungen kam es zu einem Streit zwischen ihm und seiner Frau. Die junge Frau wurde so verbittert, dass sie sich, als ihre Mutter und ihr Mann zum Bahnhof gefahren wurden, entkleidete, sich aufs Bett legte und ein Glas reine Karbolsäure trank, die sie stets im Büro aufbewahrte. Sie verlor sofort das Bewusstsein durch das schreckliche Gift und wurde von der Familie im Sterben liegend aufgefunden. Der Bezirksarzt von Szölgyém, József Pászthy, wurde sofort zu der sich windenden Frau gerufen, doch es war nicht mehr möglich, ihr zu helfen; die inneren Organe der jungen Frau waren durch das Gift vollständig verätzt. Als Antal Radó vom Zug nach Hause kam, war seine Frau bereits tot. Der unglückliche Ehemann war so verzweifelt, dass er seinen Schmerz über den Tod seiner Frau mit seinem Leben sühnen wollte, doch die Menschen um ihn herum hinderten ihn daran, indem sie seine Waffe versteckten.