Das Grab von Antal Barna, einem reformierten Pastor und Soldaten der Jahre 1848-49

Das Grab von Antal Barna, einem reformierten Pastor und Soldaten der Jahre 1848-49

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Antal Barna wurde am 24. April 1828 in Horkán (heute Gömörhorka, Slowakei) als Sohn des Adligen István Barna aus Möllet geboren. Sein Vater, ein Gutsbesitzer, hatte 1827 Zsuzsanna Ablonczi, eine Adlige aus Szuha, geheiratet. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Antal als Erstgeborener. Nach dem Abitur begann der junge Mann ein Theologiestudium, das er jedoch aufgrund unvorhergesehener Ereignisse abbrechen musste. Er war kaum zwanzig Jahre alt, als 1848 der Unabhängigkeitskrieg ausbrach. Er schloss sich den Truppen umgehend an und verteidigte mit gezückten Waffen sein von allen Seiten angegriffenes Vaterland. Im Oktober 1848 gehörte er der Pelsőc-Kompanie des mobilen Nationalgarde-Bataillons des Kreises Gömör an, in der der Dichter Mihály Tompa als Feldgeistlicher diente. Die Nationalgarde von Horka, Lekenye und Páskaháza war dieser Kompanie zugeteilt. Er nahm an der Schlacht bei Schwechat teil, die gegen die Ungarn verloren ging. Er wurde verwundet und erkrankte ab dem 10. November 1848 im Lazarett in Bratislava. Anschließend trat er in die Armee ein und kämpfte während des gesamten Unabhängigkeitskrieges. 1849, nach dem Einmarsch der Russen und der Kapitulation von Világos, schloss er sich den Partisanen an. Im September desselben Jahres besetzten die slowakischen Freien Truppen Gömör. Die Einheiten von Józef Miloslav Hurban, angeführt vom polnischen Baron Henrik Lewartowski, zerschlugen nach und nach den Partisanenwiderstand. Antal Barna wurde am 7. Oktober 1849 zusammen mit achtzehn anderen von den Slowaken gefangen genommen. Sie wurden alle den österreichischen Behörden übergeben und zum Militärhauptquartier im Bezirk Košice gebracht. Als Vergeltung ließ ihn der Kommandeur des kaiserlichen Korps und Militärrichter Bordolo ins Gefängnis werfen. Nach seiner Freilassung schloss er sein Theologiestudium ab. 1855 ließ er sich als Pfarrer in Körtvélyes nieder. Aus seiner Ehe mit Pap Terézia ging 1858 ein Sohn hervor: Antal. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1867 Matild Lux. Er wirkte bis zu seiner Pensionierung als regulärer Pfarrer in Körtvélyes, übernahm aber gelegentlich auch andere Aufgaben. So leistete er beispielsweise 1866 den Eid an Gyula Lükő Horkán und Mária Barna, 1870 an Kálmán Lükő und die Witwe Erzsébet Jánosík und 1885 an seinen verwitweten Gutsbesitzerbruder Pál Barna und die Witwe Mária Etel. Sein Sohn Antal (1858) fand Arbeit in der Veczki-Fabrik in Horka, wo er heiratete Mária Barna, die Tochter des Industriellen (csizmadia) Pál Barna und Borbála Balog, im Jahr 1886. Antal Barna kümmerte sich auch um Gyula Barna (1857–1926) [5], der aus der Ehe von János Barna (1834–1918) und Julianna Szokolay (1838–1871) hervorgegangen war und möglicherweise unter seinem Einfluss auch die Familie wählte Ministerium als seinen Beruf. In den letzten Jahren seines Lebens, zwischen 1898 und 1926, diente er in Disznóshorváti (heute Izsófalva), wo er neben seiner Frau Vilma Fejes begraben liegt. Er starb am 29. Oktober 1900. Seine treue Frau folgte ihm ein Jahr später. Beide sind in Gömörhorka beerdigt. 1999 wurde neben den Gräbern von Antal Barna und Matild Lux ein Grabstein errichtet. Dort findet jedes Jahr am 15. März eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung zu Ehren des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 statt. Zusammengestellt von: Sándor Ambrus (2012)

Inschrift/Symbol:

IN DIESEM GRAB RUHEN SIE IHREN EWIGEN SCHLAF / AN DER SELBST DES EHRWÜRDIGEN ANTAL BARNA, EHEMALS KÖRTVÉLYESI / REF. PASTOR UND 1848-49 HONVÉD, / GESTORBEN AM 29. OKTOBER 1900, IM 73. JAHR SEINES ÖFFENTLICHEN LEBENS. / IHM FOLGTE IM TOD AM 4. NOVEMBER 1901, BETROFFEN VON / SEINER WITWE, LUX MATILD, BIS ZUM TOD / TREUE FRAU, IM 67. JAHR SEINES GESEGNETEN LEBENS. / SIE LEBTEN 33 JAHRE IN EINER GLÜCKLICHEN EHE ZUSAMMEN.

Inventarnummer:

579

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Özörény, Gömörhorka