Kultstätte „Gottessitz“
Sonstige - andere
Auch Zoboralja besitzt Kultstätten, mit denen das Gemeinschaftsbewusstsein und die Tradition bestimmte spirituelle Werte oder Ausstrahlungen verbinden. Die bekannteste ist die heute nicht mehr existierende Istenfábnyoma, die durch die Sprengung des Bergwerks unterhalb von Zsibrica in Zsère freigelegt wurde und bereits 1626 im Urbarium des Bischofs von Nitra von János Telegdy erwähnt wird. Ihre Geschichte wurde von verschiedenen Personen, darunter László Mártonvölgyi und Zoltán Magyar, bearbeitet. Die nächste Spur Gottes, der auf Erden wandelte (gemeint ist Jesus), muss im Gímes-Gebirge gesucht werden. Der Stein mit besonderen Karstmerkmalen, der in der Nähe des verlassenen Bergwerks am Berg Mál in Pográny gefunden wurde, kann ebenfalls mit diesem Legendenkreis in Verbindung gebracht werden – aus der Zeit, als „der gute Gott auf Erden wandelte“. Der Überlieferung nach zeigen die Vertiefungen in dem liegenden Stein, wo der gute Gott saß, als er durch das Zobor-Gebirge wanderte. Sein Sitz, die Umrisse seines Stabes und die Spuren seiner Schafe sind erkennbar. Verschiedene Deutungen reichen von einem Teufelsfußabdruck (wie im Fall des bereits erwähnten Zsibrica) bis hin zu einem abgelegten Mantel. Der Stein könnte ein Götzenstein gewesen sein, der in der Vergangenheit mit einer heidnischen Tradition in Verbindung stand (vergleiche mit Kultsteinen wie dem „Likaskő“, dem Bienenkorbstein, Altarsteinen usw.). Heute ist die Umgebung dicht mit Büschen bewachsen, doch einige Anwohner entfernen diese regelmäßig. Nicht jeder kennt ihn heute noch, aber diejenigen, die ihn kennen, respektieren ihn. Er ist heute nicht ausgeschildert und nur über einen Feldweg erreichbar.