György Csipkes von Komáromi
Sonstige - andere
* Komárom, 23. April 1628 – † Debrecen, 6. Oktober 1678 / Reformierter Theologe, Kirchenschriftsteller, Lehrer; Er schloss seine Schulausbildung in Komárom und Sárospatak ab und wurde anschließend Rektor der reformierten Schule in Košice. Von dort ging er nach Debrecen und studierte ab 1650 orientalische Sprachen an der Universität Utrecht. Er hielt sogar eine Rede auf Hebräisch vor seinen Kommilitonen. 1653 promovierte er zum Doktor der Theologie. Er kehrte nach Debrecen zurück, wo er als Lehrer für orientalische Sprachen und Philosophie am reformierten Kolleg wirkte. Zwischen 1657 und 1678 war er zudem reformierter Pfarrer der Stadt. Er vermachte seine Bücher den Kollegien von Debrecen und Sárospatak. Er verfasste vorwiegend religiöse Werke, Abhandlungen und Gedenkreden in Ungarisch und Latein. Bezeichnend für den Umfang seines Schaffens ist, dass er 1677 ein Werkverzeichnis mit 61 Einträgen veröffentlichte. Seine größte literarische Leistung war seine Bibelübersetzung, die erst nach seinem Tod erschien (Leiden, 1718). In seinen Werken über Astrologie und Kometen plädierte er für Erfahrung und wissenschaftliche Aufklärung als Gegenmittel gegen Aberglauben (Az judiciania astrológiáról és cometökös csillagórl való judicium, 1665). Er gab 1657 den Kodex der Gesetze des Kollegiums von Debrecen heraus. Er verfasste eine ungarische Grammatik in lateinischer Sprache (Hungaria illustrata, Utrecht, 1655) und eine englische Grammatik (Anglicum Specilegium, Debrecen, 1664). Seine Hauptwerke: Concionum sacrarum centuris I–V., 1659–1669, ; Englischer Puritanismus (Übersetzung von Amesius' Werk), 1662; Wahrer Glaube, 1666.