Gedenkmauer für die Opfer des Holocaust in Dunaszerdahely

Gedenkmauer für die Opfer des Holocaust in Dunaszerdahely

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Auf dem jüdischen Friedhof von Sikabony wurde im Juni 2014 anlässlich des 70. Jahrestages des Holocaust eine große Gedenkmauer nach Entwürfen der Künstlerin Adrienn Kutak fertiggestellt. Auf ihr sind die Namen der jüdischen Opfer von Dunaszerdahely verewigt. Die Namen der 2.735 Holocaust-Opfer wurden von Tibor Kornfeld, einem der führenden Köpfe der jüdischen Gemeinde von Dunaszerdahely, zusammengetragen. Die jüdische Gemeinde von Dunaszerdahely, einst auch „Klein-Palästina“ genannt, zählte seit dem 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten und blühendsten orthodoxen Gemeinden der Region. Während des Zweiten Weltkriegs, genauer gesagt 1944, wurden die Juden zunächst in einem Ghetto im Stadtzentrum um die Große Jüdische Kirche zusammengetrieben. Am 14. Juni 1944 wurde die fast 3.000-köpfige Gemeinde, die mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachte, in sechzig Güterwagen in Konzentrationslager deportiert. Das Ereignis zählt bis heute zu den bewegendsten und ergreifendsten Tagen in der Geschichte von Dunaszerdahely. An der Enthüllung des Denkmals, das am 29. Juni 2014 im Rahmen der Gedenkfeier übergeben wurde, nahmen Alexander Ben-Zvi, Israels Botschafter in der Slowakei, Zoltán Hájos, Bürgermeister von Dunaszerdahely, Sándor Dakó, Stadtrat, Pavel Traubner, Ehrenpräsident des Zentralverbandes der Slowakischen Jüdischen Gemeinde, sowie die Leitung der örtlichen jüdischen Gemeinde (Tibor Kornfeld, Tibor Feldmár), deren Mitglieder, Vertreter der katholischen und reformierten Kirche und Bürger von Dunaszerdahely teil.

Inschrift/Symbol:

Die Inschrift ist in Hebräisch, Slowakisch, Ungarisch und Englisch verfasst: „Zum Gedenken an die jüdischen Holocaust-Opfer, die aus Dunazerdahely und Umgebung deportiert wurden.“

Inventarnummer:

90

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Dunaszerdahely (Síkabony)   (Szabó Gyula utca 16. (Ul. Gyulu Szabóa 16.))