Gedenktafel zum 50. Jahrestag der Stadterhebung von Gúta

Gedenktafel zum 50. Jahrestag der Stadterhebung von Gúta

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Der Wiederaufbau des Dorfes, das 1965 von einer Flutkatastrophe heimgesucht worden war, sein verändertes Erscheinungsbild und die bevorstehende 700-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung von Gúta blieben in den höchsten politischen und gesellschaftlichen Kreisen nicht unbemerkt. Der 14. Oktober 1967 wurde zu einem der bedeutendsten Tage für die Siedlung, als sie ihren Stadtstatus zurückerhielt. Der Chronist hielt dies wie folgt fest: ; ; Die festliche Stimmung herrschte bereits seit dem Morgen, obwohl die offizielle Stadterhebung erst für den Nachmittag geplant war. Die Einwohner von Gúta wurden am Morgen von frischer Blasmusik geweckt und auf den Platz gelockt, wo bereits ausgelassene Festtagsstimmung herrschte. An der Zeremonie nahmen hochrangige Gäste, Bezirks- und Kreispolitiker sowie Vertreter der Fabriken und Institutionen teil, die zum Wiederaufbau der Stadt beigetragen hatten. Nach dem Stadtrundgang wurde auf dem Szabadság-Platz das Flutdenkmal „Mutterland“ des Bildhauers János Nagy enthüllt. Es symbolisiert das fruchtbare Land von Csallóköz und die Beharrlichkeit der hier lebenden Menschen. Alexander Dubček hielt eine Rede und übergab die Dokumente zur Stadterhebung an János Jányi, den Präsidenten der Ungarischen Nationalversammlung. Mit der Erhebung Gútas zur Stadt begann ein neues historisches Kapitel. Das ehemals rein landwirtschaftlich geprägte Dorf, das sich zur Stadt wandelte, entwickelte sich mit seiner rasant wachsenden Industrie plötzlich zu einem bedeutenden soziokulturellen Zentrum. Das 50-jährige Jubiläum der Stadtgründung wurde mit einer Gedenktafel gewürdigt. Die Gedenktafel, die am 10. November 2017 an der Wand des Rathauses angebracht wurde – ein Werk der bildenden Künstlerin Rozália Darázs aus Ógyalla –, zeigt die zwei wichtigsten Symbole von Gúta: zum einen das Stadtwappen, das auf einer Radierung aus der Zeit um 1600 basiert, und zum anderen das Siegel des Notars aus dem frühen 19. Jahrhundert. Dessen Besonderheit liegt darin, dass es den Heiligen Adalbert, das Symbol des Bistums Esztergom, nicht als Märtyrer, sondern als Taufbischof von St. Stephan darstellt. Bei der Einweihung der Gedenktafel begrüßten sie Nagyné Mónika Magdalin, geboren am 2. November 1967, das erste Neugeborene der damals schon Stadt Gúta. „Die Erhebung einer Stadt bedeutet nicht nur einen höheren Rang, sondern auch Stolz, Autorität und Verantwortung“, sagte Árpád Horváth in seiner feierlichen Ansprache. Er betonte, dass die Stadt auch ein Symbol für Zusammenarbeit und Selbstaufopferung sei, da diese Tugenden für ihren Wiederaufbau unerlässlich waren. Im Rahmen der feierlichen Vorstandssitzung wurde außerdem der Pro-Urbe-Preis verliehen. Die prestigeträchtige Auszeichnung nahmen der Kinderarzt Barnabás Guba, der Judo-Trainer Ferenc Vincze und die Ethnografin Kornélia Harmathné Vörös entgegen. Barnabás Guba praktiziert seit 1968, also seit fast sechs Jahrzehnten, in der Stadt und hat die Gesundheit und Entwicklung von drei, vielleicht sogar vier Generationen begleitet. Während Ferenc Vinczes 36-jähriger Trainertätigkeit kamen über 2.000 Jugendliche auf die Tatami in Gúta und gewannen 65 nationale Meisterschaftsmedaillen. Kornélia Vörös, Frau Harmathné, sammelte unermüdlich die ethnografischen Traditionen, das alte Vokabular, längst vergessene Geschichten, Hochzeitsbräuche, Kinderspiele und Kinderreime der Siedlung; leider konnte sie aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen.

Inschrift/Symbol:

Anlässlich des 50. Jahrestages der Erhebung von Gúta zur Stadt, 1967 - 2017

Inventarnummer:

3503

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Gúta   (a városháza falán)