Gedenktafel Szalatnai Rezső
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Rézső Szalatnai war neben Pál Szvatkó und Zoltán Fábry einer der bedeutendsten Kritiker ungarischer Literatur in der Tschechoslowakei zwischen den beiden Weltkriegen. Der Literaturhistoriker und Schriftsteller setzte sich unter anderem für die Ungarn in der Slowakei ein und kämpfte zwischen 1945 und 1948 mutig gegen deren Entrechtung. Rézső Szalatnai (1904–1977) wurde in Nagyszalatná geboren, besuchte das Gymnasium in Szakolca und erwarb ein Lehrdiplom an der Universität Bratislava. Von 1930 bis 1945 unterrichtete er am ungarischen Gymnasium und an der Pädagogischen Hochschule in Bratislava und arbeitete von 1945 bis 1948 in der Universitätsbibliothek. Er war eines der Gründungsmitglieder der Sichelbewegung und veröffentlichte seine Schriften in zahlreichen slowakischen Zeitungen. 1948 zog er nach Budapest, arbeitete einige Jahre am Institut für Osteuropastudien und von 1950 bis 1965 an der Universitätsbibliothek. Er verfasste hauptsächlich Werke zur Literaturgeschichte und zur Geschichte der Beziehungen und hatte wenig Zeit für fiktionale Werke. Der Schriftsteller und Literaturhistoriker Rézső Szalatnai war lange Zeit Lehrer am Ungarischen Gymnasium in der Duna-Straße in Bratislava. Die zweisprachige Gedenktafel wurde anlässlich seines 100. Geburtstags vom Slowakisch-Ungarischen Schriftstellerverband, dem Slowakischen Nationalmuseum und dem Slowakischen Museum für Ungarische Kultur errichtet.