Gedenktafel von Károly Tóth
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Am Freitag, dem 29. September 2017, wurde in Károly Tóths Heimatdorf Vághosszúfalu im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eine Gedenktafel enthüllt. Bürgermeister Pál Tóth und László Öllös, Präsident des Forum-Instituts, würdigten das Leben und Wirken des 2016 verstorbenen Gründungsdirektors des Forum-Instituts. Die Gedenktafel wurde von Gyula Hodossy, Präsident des Ungarischen Schriftstellerverbands der Slowakei, enthüllt. Die musikalische Untermalung übernahm Koppány Kovács. Das Relief auf der Gedenktafel stammt von Gyula Mag. „Organisator der ungarischen Institutionen in der Slowakei während des Regimewechsels. Errichtet von seinen Freunden und der Gemeindeverwaltung von Hosszúfalu“ – so lautet die Inschrift auf der Gedenktafel, die heute in Károly Tóths Heimatdorf Vághosszúfalu am Fluss Vág im Kreis Vágsellye enthüllt wurde. Am 14. September 2016 verstarb Károly Tóth, Direktor des Forum-Instituts für Minderheitenforschung in Somorja. Károly Tóth wurde 1959 in Vághosszúfalu geboren. Bereits als Student der ungarischen Geschichte an der Comenius-Universität in Bratislava engagierte er sich im ungarischen öffentlichen Leben der Slowakei. Später, als Lektor im Madách-Verlag, kam er mit den wichtigsten Persönlichkeiten der ungarischen und slowakischen Literatur jener Zeit in Kontakt. Er war in der Amateurtheaterbewegung aktiv, organisierte das Vereinsleben in Bratislava und Vágsellye, war Mitglied der Iródia-Bewegung und Gründungsmitglied des Ungarischen PEN-Clubs in Bratislava. Schon als Student engagierte er sich im Komitee zum Schutz der Rechte der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei und initiierte das Memorandum der Ungarn in der Tschechoslowakei von 1988. 1989 gehörte er zu den Gründern der ersten slowakischen politischen Bewegung, die unabhängig vom Parteistaat agierte: der Unabhängigen Ungarischen Initiative. 1996 gründete er das Forum Minderheitenforschungsinstitut und leitete es bis 2014. Zudem war er einer der Initiatoren des Runden Tisches der Ungarn in der Slowakei. Am 29. September 2017 gedachten in Vághoszúfalu Familie, Freunde und ehemalige Kollegen seines Andenkens; auch seine ehemaligen Schulkameraden und Lehrer waren anwesend.