Gedenktafel von György Schulpe
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die Gedenktafel für György Schulpe befindet sich am 1921 erbauten und denkmalgeschützten Gebäude des CVJM (Christlicher Verein Junger Männer). Die deutsch-ungarische Tafel ist im Schatten des Regenwasserkanals fast unbemerkt, was wohl der Grund dafür ist, dass sie noch immer dort hängt. Er absolvierte seine Schulausbildung in Bratislava und im Ausland und ließ sich anschließend in Bratislava nieder, wo er sich mit Sozialpolitik und Arbeitsfragen befasste. Er war Initiator und Gründer von Arbeiterwohnungen. Er verfasste über 400 Artikel zu diesem Thema und organisierte Lesungen, kostenlose Schulen und Theateraufführungen für Arbeiter. Auf seine Initiative hin wurden in Bratislava über 700 Musterarbeiterwohnungen errichtet – ein Pionierprojekt, das maßgeblich zur Industrialisierung der Stadt beitrug. Auf dem Gelände der Arbeitersiedlung entstanden außerdem eine Kirche, eine Bibliothek, eine Schule und ein Krankenhaus. Er unterbreitete der ungarischen Regierung einen eigenen Vorschlag im Interesse der Wirtschafts- und Industriearbeiter. Zwischen 1890 und 1898 bereiste er fast alle Länder Europas und befasste sich mit Sozialwissenschaften. Er leistete auch große Verdienste um die Organisation von Arbeitsvermittlungsagenturen. Er war Ritter des Franz-Josephs-Ordens, Offizier des Johanniterordens und Träger des Mittleren Kreuzes mehrerer Orden. Ehrenmitglied der Petőfi-Gesellschaft. Seine Artikel erschienen im Pozsonyvidéki Lapok (1888, Ausgaben 67 und 68, „Petőfis patriotische Lyrik“), in der Pressburger Zeitung (1894, Ausgaben 111, „Adolf Friedrich Graf von Schack“) und im Nyugat-magyarországi Hirado (1892, Ausgaben 72, „Petőfi Sándors Lyrik“, 1900, Ausgaben 219, Pozsony Public Library).