Gedenktafel des Grafen János Esterházy
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Das Schicksal von János Esterházy ist ein tragisches Symbol des 20. Jahrhunderts, ein Verlust für die Ungarn und zugleich ein Sinnbild für das Schicksal Mitteleuropas im 20. Jahrhundert, das Zuflucht in Gott und der menschlichen Freiheit, in nationaler Loyalität und in der gegenseitigen Abhängigkeit der Nationen suchte. 2017 gedachten die Ungarn im Hochland des 60. Todestages von Graf Esterházy. Auch die Ungarn von Nagymegyer beteiligten sich an den Gedenkfeiern: Am 21. Oktober 2017 wurde eine Gedenktafel an der Außenwand der St.-Nikolaus-Kirche enthüllt, organisiert von der örtlichen Csemadok-Organisation und der römisch-katholischen Pfarrei. Graf János Esterházy hatte Nagymegyer ebenfalls besucht. Bei der Volksversammlung im Dorf am 6. Mai 1934 betonte er, dass die Nationalchristliche Sozialistische Partei sich stets nur im Einklang mit den Gesetzen des Staates am politischen Kampf beteiligt habe und auch künftig im Rahmen des Gesetzes für die Rechte der ungarischen nationalen Minderheit eintreten wolle. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Partei die Missstände im ungarischen Volk ignorieren werde. „Wir, die wir uns an das Gesetz halten“, betonte Esterházy, „sprechen unsere Missstände stets an, denn dies ist die Voraussetzung und der Weg zur Versöhnung.“ Viele würden den Selbstverteidigungskampf der ungarischen nationalen Minderheit jedoch bewusst falsch interpretieren, um die ungarischen Parteien zu diskreditieren. „Unsere politischen Gegner werfen uns Irredentismus und Subversion vor. Diese bösartigen Anschuldigungen lassen uns kalt, denn wir Christsozialisten sind seit vierzehn Jahren nicht vom Weg des Gesetzes abgewichen“, erklärte der nationale Vorsitzende der Nationalchristlichen Sozialistischen Partei in seiner Rede in Nagymegyer.