Gedenktafel für Ervin Varga
Statue, Denkmal, Plakette
Ervin Varga (1955, Nagykövesd – 2013, Éberhard) war eine herausragende Persönlichkeit des ungarischen und slowakischen Volkstanzes, Choreograf und Hochschullehrer für Tanz. Seine Gedenktafel wurde am 13. Juni 2015 in Nagykövesd enthüllt. 1969 war er Mitglied des Palóc Folk Dance Ensemble in Fülekpüspöki, wo er János Quittner kennenlernte, der eine Choreografie für das Ensemble schuf. 1970 tanzte er im Új Nemzedék an der Berufsfachschule für Maschinenbau in Košice. Im Sommer 1972 nahm er an der Szőttes-Sommertournee teil und trat an den Wochenenden in Bratislava auf. 1974 schloss er sein Studium ab und zog nach Bratislava. Im darauffolgenden Jahr wurde er an der Tanzabteilung der Musikakademie aufgenommen und bewarb sich auf Anraten des Abteilungsleiters Štefan Nosáľ bei Lúčnicá. 1975 war er gleichzeitig Mitglied dreier Ensembles: Új Hajtás, Lúčnicá und Szőttes. Jahrelang arbeitete er als Tänzer und künstlerischer Assistent bei Lúčnicá. Von 1983 bis 1987 war er künstlerischer Leiter und Choreograf von Szőttes, ab 1988 künstlerischer Leiter und Choreograf von Ifjú Szivek und von 1993 bis 1995 dessen Leiter. Ab 1990 unterrichtete er 16 Jahre lang an der Tanzhochschule Bratislava. Von 2003 bis 2009 war er künstlerischer Leiter des Slowakischen Staatlichen Volksensembles (SĽUK). Er engagierte sich großzügig in verschiedenen Amateurensembles, darunter das Palóc-Ensemble in Fülekpüspök, das Új Hajtás in Diószeg, das Új Nemzedék in Košice, das Nyitnikék in Prag und weitere, die er mitbegründete und als künstlerischer Leiter leitete. Er avancierte zu einer prägenden Figur des professionellen slowakischen Volkstanzes und war gleichzeitig auch in Ungarn ein anerkannter Choreograf. Zudem pflegte er enge Beziehungen zum Budapester Volkstanzensemble und wirkte als Botschafter der slowakischen und ungarischen Volkstanzkultur in Japan.