Frühling wartet, Marionette brennt
Sonstige - andere
Die Tradition bewahrt das Begräbnis von Karneval, Winter, dem alten Jahr und dem Fasten. Es ist ein uraltes, fröhliches Fest zur Begrüßung des kommenden Frühlings. In unserer Volkstradition wird der Kampf des Frühlings mit dem Winter symbolisch durch das Verbrennen einer als Hexe verkleideten Strohpuppe und deren anschließendes Werfen ins Wasser dargestellt. Der Winter muss mit dem Karnevalsschweif begraben und das Böse vertrieben werden. Jedes Jahr führt Dénes Pál, ein pensionierter Lehrer und Autor des Buches „Nagybalogs Vergangenheit und Traditionen“, Schulkinder, Kindergartenkinder und Interessierte in die Geheimnisse der Puppenherstellung ein. Organisiert vom Csemadok Nagybalogi Alapszevezet (Verein Nagybalogs), brechen Schulkinder und Kindergartenkinder morgens von der örtlichen Grundschule zur Felsőbalog-Brücke auf, wo sie singen und spielen. Gabriella Pál erklärt die Volksbräuche des Karnevals, dann wird die von Dénes Pál gefertigte kleine Puppe verbrannt und in den Balog geworfen – und wartet so auf den Frühling! Die Puppenspieler und die ihnen folgenden Schaulustigen ziehen lärmend durch das Dorf. Die Erzieherinnen und Erzieher des örtlichen Kindergartens und der Schule geben einen kurzen Überblick über die lokale Geschichte dieser Tradition. Das Verbrennen der Puppen ist besonders bei Kindern beliebt, zieht aber zunehmend auch interessierte Erwachsene an. Der Puppenmacher ist Dénes Pál, der sich immer über Besuche von Kindergarten- und Schulkindern freut.