Ferenc Rausch
Sonstige - andere
* Prellenkirchen, 13. September 1743 – † Bratislava, 26. Januar 1816 / Mathematiker, Universitätsprofessor, Titularabt; Er schloss sein Studium in Bratislava ab, trat 1761 dem Jesuitenorden bei und wurde anschließend Lehrer am Theresianum in Wien. Nach der Auflösung des Ordens war er Weltpriester und ab 1777 Lehrer für praktische Geometrie (oder angewandte höhere Quantitätstheorie) an der Philosophischen Fakultät der Universität Buda (später Pest) sowie Dozent für die wichtigsten Fächer des 1782 gegründeten Ingenieurinstituts (Institutum Geometricum), dessen Rektor er 1792 wurde. Von 1800 bis 1803 war er stellvertretender Direktor der Akademie Bratislava, später Domherr von Bratislava und Generaldirektor des Schulbezirks Győr. Er verfasste zahlreiche Lehrbücher zu Mathematik, Geodätik und Technik. Ein wertvolles Merkmal seiner Lehrbücher ist, dass sie neben theoretischen Betrachtungen auch Anleitungen zur praktischen Umsetzung von Messungen enthalten. Seine Manuskripte, die für die Wissenschaftsgeschichte von Bedeutung sind, befinden sich in der Universitätsbibliothek Budapest. Seine Hauptwerke: Elemente architecturae ad structuras oeconomicas applicatae…, 1779; Praktische Mathematik, 1788; Geometria practica in usum geometrarum regni Hungariae, 1796; Compendium hydrotechnicum, 1797.