Floriansäule
Sakrales kleines Denkmal
Bratislava ist besonders reich an moderner sakraler Kunst. Jahrhundertelang war die Stadt eines der wichtigsten Zentren für Kirchenkunst (und sakrale Kunst) des Landes, und wertvolle Denkmäler finden sich nicht nur in der Altstadt, sondern auch in den neuzeitlich entstandenen Vororten. Die kunstvolle, aus Stein gehauene Statuengruppe des Heiligen Florian wurde 1732 im sogenannten Blumental (Blumenthal) nordöstlich der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Ursprünglich stand sie auf dem Hen-Marktplatz vor dem Lőrinc-Tor, dem nordöstlichen Ausgang der Stadtmauer. Da sie jedoch den zunehmenden Verkehr so stark behinderte, wurde sie 1938 an ihren heutigen Standort vor der römisch-katholischen Kirche im Blumental versetzt. Das kleine, barocke Werk mit schmiedeeisernem Zaun ist von drei niedrigen Säulen umgeben, an denen jeweils eine Heiligenfigur dargestellt ist. Die Seitenflächen des Werkes, in dessen Mitte sich ein geschwungener, dreieckiger Sockel befindet, der an den Ecken mit reich verzierten Statuen und plastischen Reliefs geschmückt ist, weisen Reliefbilder auf. Von diesem Sockel erhebt sich eine schlanke, pyramidenstumpfförmige Säule, deren Seiten ebenfalls mit zahlreichen Skulpturen und Figuren verziert sind. Auf ihrer Spitze thront die zentrale Figur, die dem Werk seinen Namen gibt: der lebendig dargestellte Heilige Florian. Er wurde gemäß der üblichen Ikonographie in der Uniform eines römischen Offiziers dargestellt. Die aus Kalkstein gehauene Statue war durch Witterungseinflüsse und die Vibrationen der vorbeifahrenden Straßenbahnen so stark beschädigt, dass sie 2007 entfernt werden musste. Erst 2014 wurde sie restauriert und wieder aufgestellt.