Fialka-Villa
Sonstige - andere
Eine der ältesten Gutsbesitzerfamilien des Dorfes, die im 13. Jahrhundert in Erscheinung trat, war die Familie Beretkey, ein lokaler Zweig der Csoltóiak. Ihre Mitglieder und andere Landadelige errichteten im Laufe der Jahrhunderte mehrere Herrenhäuser im Dorf. Eines davon ist das Herrenhaus Fialka im Dorfzentrum. Das Gebäude selbst wurde 1754 von Zsigmond Beretkey im Barockstil erbaut. Etwa hundert Jahre später gelangte es durch Heirat in den Besitz der Familie Fialka. Einst war das Gebäude von einem Park umgeben, der nach der Verstaatlichung im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg größtenteils parzelliert und bebaut wurde. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude und die zum Herrenhaus gehörenden Bedienstetenwohnungen sind ebenfalls erhalten geblieben, befinden sich aber leider in einem schlechten Zustand. Das Gebäude beherbergte einst einen Kindergarten und stand danach viele Jahrzehnte leer und vernachlässigt. Das baufällige Gebäude wurde 2007 renoviert, und für eine Weile zog die Gemeindeverwaltung in seine Mauern ein. Nach der Renovierung wurde an der Seitenfassade des Herrenhauses eine Gedenktafel für die letzte Besitzerin, die ortsansässige Gutsbesitzerin Margit Tornallyay, angebracht. Sie hatte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf eigene Kosten ein bekanntes reformiertes Waisenhaus in dem Dorf gegründet und unterhalten. Heute beherbergt das Gebäude die Galerie des Gömör Fotoclubs, die Dorfbibliothek und ein Gemälde des Heiligen Petrus, einem der Schutzheiligen des Dorfes.