Rozsnyó-Feuerturm, auch bekannt als Rákóczi-Wachturm
Gebäude, Struktur
Der regelmäßig angelegte, rechteckige Hauptplatz von Rozsnyó, einer reichen, mittelalterlichen Bergbaustadt, die von deutschen Siedlern bewohnt wurde, ist der größte mittelalterliche Platz im Hochland. In seiner Mitte erhebt sich der 36,5 m hohe Feuerturm, auch bekannt als Rákóczi-Wachturm. Der schlanke, hohe Steinturm, der an seinen Ecken von Strebepfeilern gestützt wird, wurde zwischen 1643 und 1654 nach Entwürfen von György Gerscheuer und Dániel Mosszen erbaut. Er gehörte ursprünglich zum Rathaus, das heute jedoch nicht mehr existiert. Der Turm spielte eine wichtige Verteidigungsrolle in den Kämpfen gegen die Türken. Errichtet im Stil der Spätrenaissance, war sein oberer Teil ursprünglich mit Partisanenmotiven verziert. Nach einem Brand im Jahr 1766 erhielt er den barocken, glockenförmigen Dachaufsatz, der noch heute zu sehen ist. Auch die erste öffentliche Uhr der Stadt befand sich im Turm. Der Uhrmacher Márton Szontágh fertigte die angeblich präziseste Uhr Ungarns seiner Zeit an. Der Legende nach schnitt ihm die Stadtverwaltung die Zunge heraus, damit er das Geheimnis des Uhrwerks nicht verraten konnte. Im obersten Stockwerk des Turms befindet sich eine hölzerne Säulengalerie, in der einst die Feuerwächter lebten, die dem Turm seinen Namen gaben. Seit der Restaurierung im Jahr 1997 ist der Turm als Aussichtsturm für Besucher geöffnet. Man muss 148 Stufen erklimmen, um die Spitze zu erreichen, wird aber mit einem atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt belohnt.