Fee Ilona

Fee Ilona

Kulturelles Erbe

Die Fee Ilona ist eine der bekanntesten Figuren in der Mythologie von Csallóköz – Csallóköz selbst wurde Feengarten, Goldener Garten genannt und „war früher von Feen bewohnt“. „Man erzählt sich allgemein von Feen, und namentlich wird nur eine von ihnen Fee Ilona genannt. Man erzählt sich, dass sie einst Csallóköz besuchte und in Gestalt eines Schwans auf der Donau schwamm. Als diese Landschaft so schön war, dass sie der Goldene Garten genannt wurde, lebten dort viele Feen, und die Inseln der großen Donau waren ihre liebsten Vergnügungsorte. Niemand sonst konnte sie betreten, es sei denn durch wundersame Zauberkunst oder wenn jemand besonders beliebt war, nahmen sie ihn mit in ihre Wasserfeenpaläste und stellten ihn in ihren Dienst. In ihren Behausungen herrschte unbeschreibliches Licht und Schönheit, alles glänzte in Gold und Diamanten. Sie selbst erschienen unter den Menschen in Gestalt von Waisenmädchen, und wer ihnen Gutes tat, wurde tausendfach belohnt. Ihre Unterwasserreiche erstreckten sich weit und reichten sogar bis unter die Meere. Wer zu ihnen kam, wurde von ihnen auf schwere Prüfungen gestellt, und wer ihnen treu blieb, wurde mit Gunstbezeugungen überschüttet. Doch selten währte diese lange; wer ihnen treu war, wurde kalt zurückgeworfen.“ Ein elendes Leben. Der eine erwachte in einem trostlosen Landleben und fand nie heraus, wie er da wieder herausgekommen war. – Diese Feen gibt es hier unten nicht mehr. Sie sind zu den Sternen aufgestiegen, und falls es sie noch gibt, meiden sie den Kontakt zu den Sterblichen, denn diese sind immer nur böse.“ – schrieb Csaplár Csallóközi, insbesondere in seiner Studie „Volksbräuche der Donau-Szerdahely-Region“, aus der auch Arnold Ipolyi diese Überlieferung in die ungarische Mythologie aufnahm.

Inventarnummer:

13603

Sammlung:

Werte-Repository

Typ:

Kulturelles Erbe

Gemeinde:

Dunaszerdahely