Familiengrab Petőcz
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Eine alteingesessene Familie aus dem Komitat Bratislava, deren Mitglieder – darunter auch P. Péter – 1742 einen Ehrenbrief von Maria Theresia erhielten, ist besonders hervorzuheben. Unter ihnen war P. György, der 1843 Oberschreiber des Komitats Bratislava und 1848 dessen zweiter Gouverneur wurde. In dieser Funktion gehörte er auch dem Verteidigungskomitee des Komitats an. Nach dem Sieg der Kaiserlichen rügte Feldmarschall Kempen P. György am 5. Januar 1849 als Mitglied des Ständigen Komitees, weil er es gewagt hatte, die angeordnete Truppenaufstellung zu missbilligen. Als er sich einmal als Leiter der Lebensmittelabteilung in Csallóköz aufhielt, erfuhr er, dass die Verteidiger aus Richtung Nyárasd triumphierend vorrückten und bereits Lég und Elő-Patony (wo seine Familie lebte) eingenommen hatten. Als P. dies hörte, kehrte er nach Patony zurück und sandte auf Bitten von Oberst Kosztolányi eine offizielle Mitteilung an den Kriegsgerichtshof des ersten Csallóköz-Bezirks mit der Aufforderung, die Wehrpflichtigen unverzüglich einzuziehen. Erst dann kehrte er nach Bratislava zurück, wo ihn die Österreicher sofort dem Kriegsgericht übergaben. Alle hatten Mitleid mit ihm und viele setzten sich für ihn ein, doch P. beantwortete die Fragen des Kriegsgerichts so ehrlich, dass ihm nicht mehr zu helfen war. Er wurde zum Tode durch den Galgen verurteilt, was Kempen jedoch in Erschießen änderte. Das Urteil wurde im Schloss unter dem sogenannten Kronenturm vollstreckt. Er starb als Mann. (V. ö. Budapesti Hirlap 28. Januar 1896.) István Pápay, damals Ehrennotar (l. p.), betrauerte darin seinen Schwager. (Pallas Nagylexikon) Das Grab des Adligen Elemér Petőcz, Generalleutnant der ungarischen königlichen Armee, und Antal Petőcz, Oberhaupt und Magistrat des Komitats Bratislava.